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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
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69
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Einleitung. 69

wichtig zu seyn, und umgekehrt. Schwere entscheidetdaher weder für noch auch wider den Werth und dieWichtigkeit eitles Erkenntnisses. Diese beruhet auf derGroße oder Vielheit der Folgen. Je mehr ober je grö-ßere Folgen ein Erkenntniß hat, je mehr Gebrauch sichvon ihm machen laßt, desto wichtiger ist es. EineErkenntniß ohne wichtige Folgen heißt eine Grübe-le»); dergleichen z.B. die scholastische Philosophie war.

VII.

L) logische Vollkommenheit des Erkenntnisses, derRelation nach. Wahrheit. Mate«riale und formale oder logische Wahrheit.Criterien der logischen Wahrheit. Falschheitund Irrthum. Schein, crls Quelle des Irr-thums. Mittel zu Vermeidung der Irrthümer.

Eine Hauptvollkommenheit des Erkenntnisses, jadie wesentliche und unzertrennliche Bedingung allerVollkommenheit desselben, ist die Wahrheit.Wahrheit, sagt man, besteht in der Uebereinstimmungder Erkenntniß mit dem Gegenstande. Dieser bloßenWorterklarung zu folge, soll also mein Erkenntniß, umals wahr zu gelten, mit dem Object übereinstimmen.Nun kann ich aber das Object nur mit meinem Erkennt«

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