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?s Einleitung.
nisse vergleichen, dadurch daß ich es erkenne»Meine Erkenntniß soll sich also selbst bestätigen, wel-ches aber zur Wahrheit noch lange nicht hinreichendist. Denn da das Object außer mir und die Erkennt-niß in mir ist: so kann ich immer doch nur beurthei-len: ob meine Erkenntniß vom Object mit meiner Er-kenntniß vom Object übereinstimme. Einen solchenCirkel im Erklären nannten die Alten Dialele. Undwir/lich wurde dieser Fehler auch immer den Logikernvon den Skeptikern vorgeworfen, welche bemerkten: esverhalte sich mit jener Erklärung der Wahrheit eben so,wie wenn jemand vor Gericht eine Aussage thue und-sich dabey auf einen Zeugen berufe, den niemand kenne,dc'r sich aber dadurch glaubwürdig machen wolle, daßer behaupte, der, welcher ihn zum Zeugen aufgeru-fen, ftp ein ehrlicher Mann. — Die Beschuldigungwar allerdings gegründet. Nur ist die Auflösung dergedachten Aufgabe schlechthin und für jeden Menschenunmöglich.
Es frägt sich nemlich hier: Ob und in wie fern eSein sicheres, allgemeines und in der Anwendung brauch*bares Criterium der Wahrheit gebe? — Denn dassoll die Frage: Was ist Wahrheit? — bedeuten.
Um dicfe wichtige Frage entscheiden zu können,müssen wir das, was in unserm Erkenntnisse zur Ma-terie desselben geHort und auf das Object sich be-zicht, von dem, was die bloße Form, als dieje-nige
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