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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
Entstehung
Seite
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Einleitung.

rischen Gesetze, nach denen wir das Unvollkommnereund Vollkommnere (Schöne) erkennen, nur durch dieVergleichung allgemeiner macht.

Die Logik ist also mehr als bloße Critik; sie istein Canon, der nachher zür Critik dient, d. h. zumPrincip der Beurtheilung alles VcrstandesgebrauchSüberhaupt, wiewohl nur seiner Richtigkeit in Ansehungder bloßen Form, da sie kein Organon ist, so wenigals die allgemeine Grammatik.

- Als Propadevtik alles Verstandesgebrauchs über.Haupt unterscheidet sich die allgemeine Logik nun auchzugleich von einer andern Seite von der transscen«dentalen Logik, in welcher der Gegenstand selbstals ein Gegenstand des bloßen Verstandes vorgestelltwird; dagegen die allgemeine Logik auf alle Gegen-stände überhaupt geht.

Fassen wir nun alle wesentliche Merkmale zusam-men, die zu ausführlicher Bestimmung des Begriffsder Logik gehören; so werden wir also folgenden Be-griff von ihr aufstellen müssen.

Die Logik ist eine Vernunftwisfen-schaft nicht der bloßen Form, sondern derMaterie nach; eine Wissenschaft » xriorivon den nothwendigen Gesetzen des Den-kens, aber nicht in Ansehung besondererGegenstande, sondern aller Gegenstandeüberhaupt; also eine Wissenschaft des

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