_ vom Jubelfest 1740. 18z
„wir billig Ursache, dem grossen GON^mchfüIdäs„herrliche und grosse LeneKcium dieser edlen Kunst,! „weiln dadurch nicht nur die freyen Künste und Wis-' „senschaften, sondern auch besonders die wahre Christ!.„Religion einen gantz ungemeinev Zuwachs erlanget,„hertzlich Lob und Danck zu sagen, mit dem mbrün-„stigen Wunsch und Gebete/Er wolle ferner hin„diese edle Kunst alfo geseegnet seyn lassen, daß auch„dadurch dessen Ehre und das wahre Beste, wie für-„nehmlich in Kirch und Schulen, also auch dem ge-meinen Wesen, und insonderheit bey hiesiger Frie-»derichsuniversität, biß auf die späteste Zeiten und„Jahre fernerhin befördert und erhalten werden mö-„ge, und dieses wolle er thun um CHrijii Jesu un-„sers Herrn Willen Amen.» Es unterliefen auchdie Herren Prediger nicht, so wohl in den Wor-als^ Nachmittagspredigten die Gemeinde zum Lob undPreiß GOttes vor diese Wohlthat erbaulichst auf-zumuntern. Nicht w'r der Herr Confistorialrath undPastor primarius ^rancke in der Frauenkirche ließseinen Vortrag dahin gerichtet seyn, sondern auchder Herr Pastor Gtruensee in der St. Ulrichs, undder Herr Pastor Johann Silying in der St. Mo-ritzkirche thaten desgleichen, welchen Beyspielen HerrM. Christian August Rotch in der Nachmittags-andacht folgte. Als nun endlich der 25. Jul. als derbestimmte Jubeltag selbstsn anbrach, so war die An-stalt getroffen, dieses Fest so wohl Vor-als Nachmit-tag feyerlich zu begehen. Man sahe also noch gantzfrühe die Einwohner, und sonderlich die Herren Stu-denten in voller Bewegung. Um 9. Uhr wurde in derUniversitätSkirche gelautet. Als sich nun die vornehm,'sten Glieder der hohen Schule in der Kirche ewfan-
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