284 Cap. V. Fortgesetzte Nachricht

tebey selbigen 1688. den 6ten September sein Po-stulat. Hierauf gieng er in die Fremde und besuchteverschiedene berühmte Druckereyen. Nach zweyJahren kam er wieder nach Haus, und trat mit sei-nem Bruder Michael in Gesellschaft. Im Jahr1728-übernahm er das Werck alleine, und führteselbiges bis 1734. mit allem Fleiß fort. Da ihmaber dieses wegen seines Alters zu schwehr wurde, sonahm er Herrn Giegmund Ehren fcied.Richternzum Gehüiffen an. Endlich starb er 17z? den 2z.December. Er hatte sich zwey mahl verehlichet.Einmahl 1697. mit Jungfer Eva Maria Srein-meyin, von Sagan, mit welcher er zwey Töchterund einen Sohn gezeuget, der gegenwartig zu Jn-golstadt in Bayern Buchdrucker ist. Zum anvernmahl 171 z. mit Jungfer Gusannen Gpechtin,wel>che aber 1731. wieder gestorben ist.

Giegmund Lhrenftted Richter erblickte zuBudißin 1711. den 16. Mertz das Licht dieser Welt,sein Herr Vater war Gottfried Gottlob Richter,Buchdrucker daselbst, bey welchem er hernach vomJahr 1725. bis 1729. die Buchdruckerkunst erlernte,und kurtz darauf sein Postulat verfchenckte. Als>-denn besuchte er die Druckereyen in Altdorf, Würtz»bürg, und Augsvurg,sich in seiner Kunst vollkommnerzu machen. Im Jahr 1734- wurde er nach Hausberuffen, mit Herrn Zippern in Gesellschaft zu tre-ten. Er sonderte sich aber 1735. nach getroffenem«Vergleich von ihm wieder ab, und bekam bey demAnfang des i736sten Jahres/ nach dem Tode desHerrn Zippers das gantze Werck alleine. In ebeirdiesem Jahre yeyrathete er den 22ten Februar. Jung-fer Johannen Christianen/ Herrn Höh- Heinrich