288 Cap V. Fortgesetzte Nachricht
aus gegeben, daß also die teutsche Bibel Lutheri inGoßlar 5. mahl zusammen heraus kommen ist.
Der vierte Goßlarische Buchdrucker ist der annochlebende Herr Georg Duncker, ein Sohn des vori-gen, aus dessen Officin nicht weniger Bücher hervorgekommen. Hier kan ich nicht ungemeldet lajstn,daß 165z. noch ein Buchdrucker Hieher gekommen,Nahmens Martin Vogel, weil er aber nicht vielüber ein Jahr hier geblieben, und auch nichts merck-würdiges gedruckt hat, so habe dessen oben nicht ge-dencken wollen.
Sonst ist die hiesige Druckerey mit mancherleySchriften, als Teutschen, Lateinischen , Griechischenund Hebräischen versehen ; es sind auch noch die Fi-guren in Bley gegossen vorhanden, welche in denoben gedachten Bibeln sehr hauffig zu sehen sind.Dieses ist ein kurtzer Auszug aus einer Vorrede vor6. Reden, welche 1740, von einigen Alumnis gehal«ten, und nunmehro unter dem Titel: 8ex orgriones6e rnulriplici val'wczue srris t^oZrgpKjcX vlu Ac.gedruckt worden sind.
Der Hochgelehrte Herr Doct. Johann FriedrichMayer schreibt zwar in seiner ttittoris Veiiwru«<Zel-mgmcX Kibliorum ^sirini I^urlieri Lsp. l.
daß Luthers N. T> zu Grimma gedruckt worden sey,alleine man kan weder eine Zeile, viel weniger einN T. aufweisen, daß zu Grimma gedruckt wordensey, dahsro Herr Gchorrgen in seiner Vorrede zuden Dreßd. Jubelgeschichten diese Nachricht billig inZweifel zieht, p. is.
Groß-