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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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Denn eim andern in dieser Welt,

Wie er svlchs auff sein Eyd erhellt.Grumbach zeucht in fremde Land,

Sein Tugend machet weit bekandt.Und dienet dm drey Lilien schon,yo. Welch führet die französisch Krön.Mit Rcuttern stark er wiederkehrt.

Die Pfaffen gewißlich hart verfehrt.Man gibt ihm viel der guten Wort,

Daß er nit also fehret fort.Grumbach sich überreden laßt.

Folgt ihrem Rath, und thut das best.Er mcynt, sie würdcns machen fein.

Sein Land ihm wiedergeben ein.Gütlich die Sach ohn alle Wehr,100. Au Frieden stund auch sein Begcr.Da er die Rcuttcr gelassen ab

Kein Pfaff ihm gute Wort mehr gab.Zerdinandus doch das beste that,

Den Pfaffen gab ein guten Rath,Gütlich Vcrlräg zu nehmen an.

Die Pfaffen woltcn nit daran.Des grossen Vogels hatten sie

Erwehret sich, sprachen sie sty.Was sie dann mit eim Edelmannlio. Sollten Vertrag jezt nemen an?Mit Gedultt Grumbach so lange harrt.

Bis er schier gar zum Bettler ward,Nit treiben kunt ein lang Prsceß,

Den kayserlichen Rechten genieß.Dem Adel zeigt sein Bettelstab

Sprach sie an umb ein Reutergab.Wirzbnrg, die weit berümte Stadl,Er glücklich emgenommm hat.