Im Römischen Reich vor allen Stendt,
Und jedem da sein Recht erkendt.Solchs hat Ferdinand gelassen zu,190. Doch daß Grumbach in Rast und RuhSein Leben führt, und jedermann
Auch rasten ließ, wie er denn thau.Das merket wohl ihr Edelleut,
Die ihr Grumbach umbringet heut.Ist diß der Lohn und billig Ehr
Für Ritterliche Kriegeswehr?Denkt doch ihr Fürsten alle gut,
Daurt euch nicht das Sacksisch Blntt?Johann Friedrich der dapfer Heldt200. Sein Leben also frömmlich sieltUmb Gottes Wort in große Gefahr,
Der Chur darum beraubet war.Sein Söhnen ließ ein kleines Landt:
Denkt ist cs nit ein große Schandt,Wenn ihr die nun bekriegen woltt.
Die ihr billich erretten sollt!Fürwar der Grase vonSercin
Für Gott wird ewer Kläger seyn,Den ihr den Türken jämmerlich210. Habt morden lassen all zugleich,Und habt ihm keine Hülff gethan,
Habt dennoch das Volk schätzen lahn.Den Türken wollen freßen gar,
Ihm ziehen ab sein Haut und Haar,Die Kriegsleut auch bezahlt uit all,
Dadurch sie kommen in Unfall,Waßer getrunken für den Wein,
Daß ihrer viel gestorben seyn.Was denkt ihr doch, ihr Fürsten gntt,220. Bekriegt ihr nicht ewer eigen Blntt,
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