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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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täs incÜLnitZte, ne nimium turvaretur monuitZ cumin!e in suis äicionidus, czusnczuam iZnarus foueret i6Senus nominum; in czuos tsmen cieteÄos 5ecun6umIeZe8 znimacluerri ^lsZillratus esset. Was für Ariu-scligkeitcn! Welch ein pedantischer Kayscr! Welch einverlegener, treuherziger Gesandte! Daran sollte sich derKayser geflossen haben? Der lieben Orthodoxie wegen,sollte er sich mit einem Fürsten nicht haben einlassen wol-len , der ihm ein Königreich abzutreten, wenigstens desTitels und der Ansprüche auf dieses Königreich für ihn zuentsagen, und sich wiver seinen fürchterlichsten Feind sogenau mit ihm zu verbinden, bereit war? Oder wenngleichwohl Maximilian diese fromme Schwachheit wirk-lich gehabt hätte, warum äusserte er sie denn nicht sogleichin Prag ? Warum versparte er eine solche Bedenklichkeitdenn bis nach Speycr? bis der Gesandte eben NcnsersBriefe in der Tasche hatte? Endlich, als er von demGesandten erfuhr, daß es auch in Deutschland , selbst un-ter den Fürsten des Reichs und ihren Theologen, Ariancrgebe: was wurden denn die Ariancr in Siebenbürgen in seinen Augen dadurch besser? Und wie konnten sie aufeinmal um so viel besser werden, daß er nun nicht alleindas Bündniß mit Freuden eingicng, sondern dem ketzeri-schen Fürsten sogar eine seiner Nichten zur Ehe versprach?ihn in seinen eigenen landen aufzunehmen versprach, fallsihn der Türke aus Siebenbürgen vertreiben möchte? (^)Sollte beides etwa mit der Bedingung geschehen, wenndieser vorher seinem Arianischcn Irrthume entsagt hatte?Davon weiß die Geschichte nichts. Auch würde man eS

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