Zeitschrift 
Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

z. Ob mm aber auch schon, um wieder auf das Vo-rige zukommen, in diesem Tagebnche nirgends mit aus-drücklichen Worten gesagt wird, daß sich Neuser beschnei-den lassen; obschon vielmehr verschiedene Stellen darumvorkommen, wo Neuser versichert, daß er des TürkischenGlaubens nicht sey; obschon Gerlach selbst von einemWelschen sagt, daß er ein Türk, aber nicdr beschnit-ten rvordcn: (") so ist doch aus andern Umständenunstreitig, daß Neuser so nicht abgekommen. Die Tür-ken vertrauten ihm, z. E., aufgefangene Briefe des kayser-lichen Gesandten, um sie zu verdolmetschen und zu ent-ziffern, (5^) waches ste wohl schwerlich würden gethanhaben, wenn sie ihn nicht für einen von den Ihrigen zuhalten, alle Ursache gehabt hätten. Daß auch Gerlachim geringsten nicht an Ncufers Bcschueidung gezweifelthabe, kann ich aus einem seiner noch ungedruckren Briefebeweisen, welche sich in unserer Bibliothek befinden. Die-ser Brief ist an D. Heerbrandcn in Tübingen den u tenOctvbcr 15 7Z aus Constantinvpel geschrieben; und ichwill die Stelle daraus, die Ncusern betrifft, in mehr alseiner Absicht, hier einschalten. ,,lUemmi sclivc, or-nstisiime Vir, ü. V. O, mini manciasse, vt 6e >^cZa-mo 5?eulero , quoncism ?aiIvreI^^ie!e>deiZenli, inczui-rerem. (üomperi sutem 3 lucii reüore Qvmmorenli,(cui fsmiliaris luir) czuoci I^euserus solum, vt ciicilur,verten8, Qomvrram peruenerit, idique 5e in cloüumcum sliis multis Lucism trznsterendum inclu^i curs-uerit, verum cuiusäsm merc»tons xroäilione istere

non

(*1 Tagebuch, S. 80.(*^) Ebend. S. 175.