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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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zogen worden, was er damit beschönigen wollen. ESsind aber die Äthiopischen Christen, welche, wie ißt ci,riem jeden bekannt, beides, Vrschneidung und Taufe, ha«bcn. Neuser hatte hiervon ohne Zweifel unter den Grie-chen Nachricht erhalten. Denn aus Gcrlachs Umrissen»heit sieht man, daß es in Deutschland damals noch eineganz uncrhörcc Sache gewesen ; wie ich denn anch sind«,daß unsere 5.andSlcute erst 1574 das Aethiopiswe Glau«bensbckelmtniß naher kennen lernen, so wie cS Za«do IZZ4 in Portugal ! übergeben hatte.^ Bon. demübrigen Zunhalte der angeführten Stelle weiter unten».

4. Der Glanbwurdigken des Neuscrschen Briefeswachset dacurch nicht ein geringes zu, daß er vollkommenmit der mündlichen Erzählung übereinftiinmet,die RcuferGer lachen schon zuvor von sciuein Schicksale gemacht hatte.Unwahrheiten erzahlt man nicht leicht so Kleichlautevd»Man sehe diese ErzäiMng beym XVolf (^) und w demGerlachschen>l.a^educdc, unter dem sist««Qcrvber i57Z^Wenn er Z. E. in dem Brieft hier sagt, daß er ftsywil»lig nach der Pfalz zurückgekolumen sey: so sagt er es dortebenfalls; ipvnre in pslatinAwm reuertux. Wenn erhier sagt, daß er mit den Prediger»» w ClMfmbmgScreit bekommenso sagt er es auch dort; nur daß ichdort noch deutlicher zu sehen glaube, was Ar Punkte die-ser Streit betroffen. Er betraf diejenigen Glaubenslehre?,in welchen der kühne aber feineu Gr«udMm Jetreue Uni«

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(«) I^eK. Neworsd. ^entsnsnoXVI. P. 9vr. Molfwillpe «ns GerlachS Anti«!zm?eu8 genommen haben, ichaber <x. ZZ ) n«? das Ktzttr« Stück finde» köline».