Ein war mere ich vermummn han,. Des ich nicht wol vergessen kan,Das wil ich schreiben, das andre LentDabey sich wollen bessern heut.
Er hat sie vernommen, d. i., er hat sie nicht aus Bü-chern , sondern aus mündlichem Berichte; sie schwebtihm noch in frischem Andenken; er hält sie für werth,zur Belehrung anderer niedergeschrieben zu werden.Druckt man sich so aus von einem Mährchen, welchesnicht allein in einem Buche zu finden, das in jedermannsHänden ist, sondern auch selbst in diesem Buche nicht zu-erst vorkömmt ? Denn, wie wir gesehen haben, fängtdieses Mährchen beym Boner überall an:
Von einem Bischof liest man das.Man liesr» und ich habe vernommen: aus diesen Wor-ten allein ist klar, wer mit des andern Kalbe gepflüget,oder wenigstens pflügen können. Denn da Boner alleseine Fabeln aus dem Lateinischen genommen zu habenvorgiebt, so kann ich freylich nicht so geradezu behaupten,daß er wenigstens diese, aus dem Deutschen des Trim-bergs habe. Aber was er nicht unmittelbar von ihmhat; kann er ihm wenigstens mittelbar zu danken haben.Ein spätrer lateinischer Versifex kann sie auS dem Rennerübersetzt, und damit den Anonymus des i^eveler ver-mehret haben. Und daß es, einen solchen spätern Ver-mehrer dieses Anonymus giebt, will ich an seinem Ortezeigen. Ißt will ich die Erzählung selbst, nach Trim-bergs Vortrage, nur ganz hersetzen, um urtheilen zu las-sen, ob ihre Originalität auch nicht durch ihre innere Gütebestätiget wird?
Ein