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heit? Rollt nicht alles hier weit besser und überraschen-der , als dort? Welcher Nacherzahlcr ist nicht weit-schweiffig und wassrig? Und welches Kennzeichen derUrsprünglichkeit ist sichrer, als die Anwendung geradenur so vieler Worte, als eben zum vollständigen Aus-drucke unentbehrlich sind?
Und nun bediene ich mich abermals einer einzelnFabel beym Lotter, um sein Alter noch genauer zu be-stimmen, und zu erharten, daß er wohl nicht früher, alsgegen das Ende des i4ten Jahrhunderts möge geschrie-ben haben. Ich meine die bekannte Fabel vom Mül-ler, seinem Gohne und ihrem Esel, über die vorzwanzig Jahren zwischen Franzosen und Deutschen einkleiner Streit vorfiel, welche von beyden Nationen sichdie Erfindung derselben zueignen könnte ( -). Daß eseine deutsche Erfindung sey, blieb ausgemacht; es seynun, daß sie Camerarius, wie Gottsched wollte, ausunsers Boners alten deutschen Fabel entlehnt habe, oderaus den kacetiis ?oZgii , wie ein Franzose für wahr-scheinlicher hielt. Denn Poggius selbst bekennet in derEinleitung derselben, daß sie sich aus Deutschland her-schreibe, und eben diese Einleitung ist es, die mir zu mei-ner Absicht hier dienen soll, vicebatur. schreibt pog-gius, (^) inter LeLretarios ^oritiiicis, eos czm sct
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) Die Aufsätze, in welchen dieser Streit geführet würbe,sehe man im Iourn-,1 Pranger und in GottschedsNeuesten vom Jahre 1756. Die mancherley Zusätze undBerichtigungen, deren sie fähig sind, werde ich an einemandern Orte anzeigen.
Auf dem XI. Blatte der Straßburger Ausgabe von iZir»