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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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etwas gehört hatte. Diese Bemerkung hat de la tNstt-NS^e über den Vailler') gemacht, welcher, wie von ihmzu vermuthen, dem Gcaliger blindlings gefolgt war.Wenn aber de la Nllonno^e auch das den, Scaligermcht will gelten lassen, daß er allerdings einige KkrhUp-ses bey unserm Anonymus will gefunden haben; wennHe la Nllormo^e behauptet, daß an dem einzigen Orte,wo eine harte seyn müssen:

In xgllo ltoiidum, in laspicle pulclirs soxm'ze

Dons notes---

unser Versificator sie dennoch lieber gar nicht machen wol-len: so muß ich in Ansehung dieses Exempels wenigstensanmerken, daß alle unsere Handschriften und alten 'Aus-gaben diese Zeile so lesen, daß die Ekthlipsis gar nichtfiatt findet. Nämlich:

l'u gsllo ttolicium, tu Zz5s)icZe xulenis loplnaeDona notcs>'Ueberhaupt scheint mir, daß Scaliger unter Ekthlipsisnicht blos dieHcrausdrängung des m mit ftinein vorher-gehenden Selbstlauter, sondern eine jede Elision über-haupt verstanden habe. Denn noch zur Zeit habe ich auchderen keine m allen den Fabeln finden können, die manvon dem nämlichen ersten Bersasser zu seyn erachten kann;und nur in den letzten Fabeln, die offenbar von einerspätern Hand zu seyn scheinen, auch nicht einmal in allenAusgaben befindlich sind, kommen einige derselben vor.So, denke ich, haben auch neuere Grammalici den Scali-ger verstanden; z. E. die?oetics rnaior der GiesscnschenProfessoren, wo es im zweyten Buche S» 1Z6. heißt:

A PÄU»

") Loctes moclernes, §. I2ZL.