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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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kommen, die hier in seinen ^äverlsriis, in die er sieehedem eingetragen, verloren gegangen wären. Denn soverstehe ich die Worte: et Kic torte exciäeruut. Dastue ziehe ich auf die Stelle in den ^civerlsriis, undnicht ans die alten Fabeln, aus welchen die ganze Fabelvom Biber sich verloren habe; als welches man sichvielleicht daher desto eher einbilden könnte, weil wirklichunter den griechischen Fabeln des AesopuS eine vom Bi-ber enthalten ist, welche das bekannte Mahrchen vondessen Geilen enthalt Ich schlage also im Gilv.

Giraldus die Stelle nach, die BarrH kann gemeinethaben, und finde im zweyten Buche des Itinerarii Lsm-drise, im dritten Kapitel, folgendes Distichon eines Ber-nardus, den er weiter als mit diesem seinem bloße»Namen nicht angiebt:

kroöit item csüor proprio 6e corpore veloxKe66ere, <^U38 lequitur Kottiz sv2ru8 opes.Und das sind die Zeilen, die s6 oculum den Zeilen un-sers Anonymus gleich seyn sollen? Die ersten Wortezeigen deutlich, daß sie aus dem Zusammenhange geris-sen sind, in welchem sie vermuthlich mit mehrern Bey-spielen einer ahnlichen Befreyung gestanden; wenigstens,daß der einzelne Fall des Bibers nicht als AesopischeFabel hier kann abgehandelt seyn, ist offenbar. Das La-tein ist freylich eben so schlecht, als es bey dem Anony-mo oft vorkommt; aber wo ist die geringste Spur vondem Lieblingsfehler desselben, durch den er, uach Sca-ligers obigem Urtheile, der poetischen Jugend mindernachahmungswürdig seyn soll? von seinen so häufige»

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