kurze Neimchronik der Stadt Augspnrg, deren Vorredesich mit den Worten anfängt:
Am gewaltig man jn der statZu Angspurg mich gar ernstlich pat u. s. f.
Sie hebt mit der Zerstörung Troja's an, betrifft bloß dieälteste Geschichte dieser Stadt, zuerst Cäsaris, nachherBindeMa genannt, zur Zeit der Römer; und ist, wiedie Vorrede anzeigt, aus dein Lateinischen übersetzt. DerDichter hieß, wie in den Schlußvcrsen gesagt wird,Thöcklin, der die Dolmetschnng Perer Egen dun Zün-gern, Bürgermeistern zu Augspurg zu Gefallen, aufFürspruch eines Mahlers unternahm, der darnach) fl-guriren und dem gen?aingen Manne Haus vndVOände nur Gemählden bczieren rvolire. Dasaanze Gedicht besieht nur^aus neun Blättern, und hatverschiedene Figuren, die nicht viel besser, als die zu denFabeln, und vermuthlich von eben der Hand, sind.
Ohne allen Titel und einzelne Ueberschriften folgenauf diese Reimchrouik, von andrer, aber ähnlicher, Hand,und wahrscheinlich um eben die Zeit geschrieben, ZwölfZaßnachrfpiele, ganz von der altern ursprünglichenEinrichtung, die von Hans Sacbs im folgenden Jahr-hunderte schon merklich abgeändert wurde, und meistensvon gleichem Inhalte, meistens gerichtliche Klagen undEntscheidungen über eheliche Untreue. Die Sprache dermehresteu ist äußerst frey und zuchtlos. Zwey darunter,das dritte und vierte, sind die nämlichen, die GorrsHcdals das dritte und vierte der sechs Faßnachlspiele von demGchnepperer, oder Hans Roscnplur, hat abdruckenlassen vielleicht haben auch die übrigen eben diesen,
wenig-
*) Verrath zur Gesch. derdramat. Dicht?. Th. II. S. ZL. 6s.