ihr die Gebote eures ureignen Heils mit Füßen tretenlernet!
Was hat man doch schnell dem bescheidenen herzog-lich nassauischen Kammermitglied von der Regierungsbankherab geantwortet, als es sich, wie die Zeitungen jüngstberichtet, zu fragen erkühnte, ob nicht für die Ent-wicklung der Bundesetnheit bei Gelegenheit dieses erha-benen Aufschwungs und des in erlauchtem herzoglichemGemüthe erwachenden Nationalgefühls, irgend Etwas ge-schehen möchte, dürfte, könnte? Unzeitige Frage das I Jetztwo das Vaterland in Gefahr schwebt, jetzt ist keine Zeitzu inneren „Zwistigkciten", hernach aber, wenn wir dieFranzosen geschlagen und die heilige apostolische Majestätwieder zu Ansehen und Würden gebracht haben werden,dann, ja dann, nun das versteht sich ja! — dann be-ginnt das große Bruderwerk, dann schlichten wir die in-neren „Zwistigkeitcn" und ein verehrliches Kammermit-glied wird beim Marmorschleifen oder Wollzupfen imZuchthause zu Dicz an der Lahn über die Rechtzeitigkeitdeutscher Bundesreformen nachdenken können. Und in An-betracht dieser sonnenklaren Wahrheiten sind getreueStände mit Stimmeneinhelligkeit zur Tagesordnung über-gegangen auf allen „Zwist " verzichtend. Solche getreueGimpel wollen fremden Völkern ihre politische Weisheitvordiktiren, über die Art wie man sich auf klassische Ma-nier frei macht, oder wollen uns weiß machen, sie haßtenin Louis Napoleon den Despoten! Was sie in ihmhassen das ist den Popanz, welchen der gnädige Landes-herr, um dem Kaiser und seinen Jesuiten beizuspriugen.