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karte) und Unterwerfung der (eingezeich-neten) Teilstaaten der eigentliche Gründerdes Reiches wurde; die weiteren Zeitpunkte(Regierungsantritt Iwans des Schreck-lichen, Aussterben der Ruriks, RegierungPeters des Grossen, ThronbesteigungKatharinas II.) erklären sich von selbst.Die grauen Grenzen in dem gelben undorangefarbenen Gebiete sollen bezeichnen,dass diese Lande 1534 zu Russland ge-hörten, aber 1617 und 1618 wieder ver-loren gingen. — Die Karte von Polen dientzugleich als Fortsetzung der Russlands:sie verbindet mit den polnischen Teilungendie gleichzeitige Entwickelung der orienta-lischen Frage, weil beides auch sachlichim Zusammenhange steht, dabei ist für diepolnischen Gebiete Flächenfarbe, für dietürkischen Randfarbe angewandt; ausser-dem bietet sie noch die russischen Er-werbungen bis 1812. — Bis zur Gegenwartweitergeführt wird die Orientalische Frageauf den beiden Karten der Türkei, die Ortedes Krimkrieges bietet S. 23; für die wei-tere Geschichte Polens vgl. S. 27, 28, 30a.
S.26,27. Den Feldzügen der Napoleonischen Zeitin Italien und der Schweiz dient S. 26(Ober-Italien 1796), denen in Deutsch-land seit 1803 S. 27; ausserdem bietenbeide ein Bild der schnellen territorialenUmgestaltungen. Den Zustand vor Na-poleon zeigt S. 24 und auf S. 26 die KarteOber-Italien 1796; auf der Karte für1803 sind schon wieder untergegangeneBildungen mit Haarschrift bezeichnet,während die Färbung von Wallis undParma französische Schutzherrschaft oderVerwaltung andeutet; die Karte von 1806enthält in Italien auch die Veränderungenvon 1808, für Deutschland ist auf einebesondere Darstellung des Zustandes von1808 verzichtet, weil bei Preussen S. 27hierfür zutrifft, die abweichende Gestaltungder Rheinbundstaaten aber einen zu vor-übergehenden Charakter trug (vgl. zuallen auch S. 30 und 33—37). Die Rang-veränderungen der deutschen Staaten sindauf S. 26 dadurch hervorgehoben, dass nurdie Staaten, die eine Änderung erfuhren,mit Titel eingesetzt sind, also z. B. Preussen,aber Kur-Baden. — Dem ägyptischen undrussischen Feldzug dienen Nebenkarten,für den spanischen siehe S. 23.
S.28.28a. Die zum deutschen Bunde gehörendenLande haben Flächenfarbe; mit der Zahl1815 ist das im zweiten Pariser Frieden ab-getretene Gebiet gekennzeichnet. Für diedeutsche Geschichte seit 1866 dient S. 29und 30a. Die Völkerkarte Süd- und Mittel-europas wird für die europäische Geschichtedes 19. Jahrhunderts erwünscht sein.
Die EntiüickelungdespreussischenStaates S.30,30a.ist, um einen grösseren Massstab zu ge-winnen, auf zwei Blättern dargestellt. Umden Vorteil der früheren drei Karten(leichter Überblick der territorialen Zer-rissenheit) dabei nicht zu opfern, sindzwei Nebenkarten hinzugefügt.
Für die Geschichte des Osmanischen S. 31.Reiches, besonders die ältere, hat ja dieSchule nur wenig Zeit übrig; zur Unter-lage gelegentlicher Bemerkungen schieneine Karte wünschenswert, die dies Reichbis zu seiner weitesten Ausdehnung dar-stellt. Von den Anfängen unter Osmanund Urchan (bis 1359) ist dabei Uberge-sprungen bis zur Thronbesteigung Mo-hammeds II. (1451); dass das Reich indieser Zeit eine schwere Krisis durchzu-machen hatte, deutet die Nebenkarte an.Die weiteren Entwickelungsperioden sindso gewählt, dass die beiden für Europawichtigsten Sultane (Mohammed II. undSuleiman II.) besonders hervortreten. DieKarte ist geschlossen mit dem Jahre 1683,weil in diesem Jahre (Belagerung Wiens)der Rückgang des Reiches beginnt. —Vonden auf lern Plane von Konstantinopeleingetragenen Mauern sind heute vor-handen die des Theodosius und Hera-klius und die des neuen Serai. — DieHauptkarte von Nordamerika soll einBild der allmählichen Besiedelung bieten,besonders a-er die Verhältnisse im 18.Jahrhundert iar legen, die auch für dieeuropäische 3eschichte der Zeit wichtigsind. Es sind deshalb in der Färbungder Kolonisationsgebiete die ursprünglichschwedischenu idniederländischenGebietezwar durchUnterstreichunggekennzeichnet,aber mit zu dem englischen gezogen, unterAngabe des Jahres, in dem sie englischwurden; aus demselben Grunde sind diebei der Besiedelung zunächst angewandtenLandschaftsnamen (Neu-England, Neu-Niederland, Neu-Schweden, Virginia) nurin Haarschrift eingeschrieben. Von denZahlen unter Nord- und Süd-Carolina be-zeichnet die erste das Jahr der Begründungder Kolonie Carolina, die zweite das derTeilung. In Florida und dem Gebietwestlich vomMississippi gehen dieAngaben(1783 span., 1800 franz.) über das sonstfestgehaltene Jahr 1763 hinaus, damit dieLegende der die Vereinigten Staaten seit1776 darstellenden Nebenkarte für dieseGebiete anschliesst. Diese Nebenkartesoll für den Unabhängigkeitskrieg gelten,ausserdem die Gebietserweiterung unddurch die eingeschriebenen Zahlen auchdie Organisation des Landes darstellen.
Die drei sich ergänzenden Landes- S. 33-35.