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organisiert sind oder wegen ihrer erbärmlichen Lage nicht Organisation^fähig sind ( Hafenarbeiter in London).
b) Das Schrittmacher- System: der Schrittmacher erhält doppeltesLohn,um die übrigen anzuspornen.
c) Das Zwischenmeistersystem oder ( nach dem englischen) SchwitzSystem* Man akkordiert mit einer einzelnen Person übdr die Ausführungeiner gewissen Menge Arbeit zu einem bestimmten Preis und kurzer Lie-ferungszeit: Der Akkordant versammelt eine Anzahl von Arbeitskräftenmeist bei sich, die er im Zeitlohn auszahlt. Er treibt die Arbeitermöglichst an, um in möglichst kurzer Zeit möglichst viel fertig zu brin-gen; die Leute verdienen hierbei Minimallöhne und da sie oft gezwun-gen werden, Quartier und Beköstigung beim Zwischenmeister zu nehmen#wird ihnen am Schluss nichts ausgezahlt.
ad 8) Zwischenmeiatersyetem mit Gewinnbeteiligung und dessen Ab-art, der Gruppenakkord( letzterer sehr verbreitet im Zlegeleibetrieb./?^**^^
Wo keines dieser Systeme anwendbar ist, hat man b) das Prä-mien8yatem ,das hauptsächlich in den Vereinigten Staaten ausgebildetist. Es kommt sowohl vor bei Zeitlohn, um die Quantität,als auch beiStücklohn,* um die Qualität der Waren zu steigern. Aber auch hier sindMissbrauche möglich, wenn nicht willkürliche Anwendung durch einenfeststehenden Tarif unmöglich gemacht ist. Man unterscheidet Fleiss-und Ersparnis- Prämien.
Ein letztes Lohnsystem ist das mit Gewinnbeteiligung,bei wel-chem der Arbeiter ausser seinem gewöhnlichen Lohn noch einen Ansprucherhält auf einen Anteil aus dem Reinertrag des Betriebs. Dieses Systemfindet sowohl statt zur Anspornung des Arbeitseifers,da wo Stücklohnnicht anwendbar ist, aber auch bei Stücklohn, um möglichst gute Qua-lität zu erzielen; es kommt endlich vor, um die Arbeiter ständig aneinem Betrieb zu fesseln.