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sind, lassen sich nicht vermehren.
Wir müssen also unterscheiden zwischen vermehrbaren undunvermehrbaren,zwischen vertretbaren und unvertretbaren Kapitalien.
$ 10. Die Bedingungen der Kaoltalisation.
Die Zunahme des Kapitals wird bedingt von allem waB geeignetist, den Willen zu beeinflussen, ein Gut zu weiterem Erwerb zu ver-wenden. Für diesen Willen braucht man häufig den Ausdruck " Spar-trieb" d.h. die Geneigtheit in der Gegenwart ein Opfer zu bringenzu Gunsten eines Genusses ln der Zukunft. - Einige stellten die ge-wagte Behauptung auf, die KapitalanhEufung sei der Entgelt für dieAusübung einer Tugend, ein " Entbehrungslohn". Das trifft nur lneinem Fall zu, wenn sich ein Armer das Notwendigste abdarbt ,um fürseine Kinder zu sorgen. Hier ist es lobenswert. Anders wenn Geizdie Veranlassung von Kapitalanhäufung ist, oder bei Reichen, um dasBedürfnis,nach Macht noch mehr befriedigen zu kennen, oder bei sol-chen,die ihre Einnahmen nicht verzehren können und die Ueberschüssenotgedrungen akkumuliren.- Um dies alles handelt es sich jedoch
hier nicht, sondern um eine quästio facti, um die Tatsache der An-häufung und deren Beweggründe.
Die Geneigtheit auf unmittelbaren Genuss in der Gegen-wart zugunsten der Zukunft zu verzichten, wird beeinflusst1) durc h die G rös se des durch die Verwendung der Güter zu weitererProduktion zu erwartenden E rtrags: je grosser der Kapitalgewinn,desto grösser die Geneigtheit zu sparen: Beleg: Klage der Luxusar-tikelhändler in Paris während der Anleihen zu der Kriegsentsch. f.d. K. 1370/71.
Lotterieanleihen,bei denen man sich mit einer kleinen Ver-zinsung begnügt in der Hoffnung auf zukünftigen Gewinn. Alles wasauf die Höhe des Gewinns Einfluss hat, beeinflusst auch das Pro-duktionsvermögen eines Landes.