Autograph 
MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
Seite
61r
Einzelbild herunterladen
 

61.

?! \

^ Picht vermehrbar und nicht vertretbar sind Naturgaben, die in-folge ihrer Seltenheit Tauschwert bewahrt haben und deshalb Gegenstanddea Vermögens,des andere ausschliedsenden Rechts eines Einzelnen ge-worden sind* z.3. Grundstücke, natürliche Wasserkräfte,Bergwerke.

Diese Unterscheidung ist die ökonomisch wichtigste, weil zwi-schen diesen beiden Kapitalien ein tiefgreifender Unterschied bestehthinsichtlich ihres Ertrages.

Q^Bei den vermehr- und vertretbaren Kapitalien kann der Ertrag ^

nicht nur unter Aufwand gleicher Kosten vermehrt werden, durch Ver-mehrung der Produktionsmittel, sondern jeder Mehraufwand,der zurBesserung dieser Produktionsmittel gebraucht wird, führt nicht nurzu einem absoluten, sondern auch relativ grösseren Ertragt das * Oe- 1setz vom zunehmenden Ertrag."

Z.B. sehen wir das bei(Betrachtung des Spinnrades,einer ganz ein-\fachen billigen Maschine, mit ihr kann man einen Faden spinnen. Er- jsetzen wird dieses Spinnrad mit einer Spinnmaschine, einem seif actor,die 1200 - 1500 Spindeln hat, also auch 12 - 1500 Fäden spinnt, alsoeine Steigerung des Ertrages um das 12 - 1500 fache ,aber der Ertragsteigert sich noch viel mehr, dadurch, dass diese Spindeln viel schnel-ler arbeiten und hierdurch Steigerung um das 10 - 30000fache .Die Spinn-maschine ist viel teuerer, derErtrag aber weit grösser,als der Mehr-aufwand an Kosten beträgt für die Anschaffung der Spinnmaschine anStelle des Spinnrades. Hierauf beruht das immer zunehmende Fortschrei-ten des gewerblichen Grossbetriebs an Stelle des Kleinbetriebs. DieErträge stehen unter dem Gesetz des zunehmenden Ertrages.

A \ Anders die Produkte der nicht vermehrbaren Kapitalien* Die-se können mit gleichen Kosten nur so lange vermehrt werden, als gleichergiebige Erwerbsgüter,die ihrer Herstellung dienen , vorhanden sind:dies ist hier nur in beschränktem Masse der Fall, es ist nur eine