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MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
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erreichen, indem er den Stoff stärker ausnutzt unter Anwendung vonmehr Kraft.

ad b) Die Kraft iat teils Menachenkraft, teils animalischeKraft, teils mechanische und chemische Naturkräfte. Allein auch dieKraft des Menschen ist beschränkt, nicht nur die des einzelnen, son-dern auch die der Gesamtheit, der einem Techniker verfügbaren an-deren Menachenkräfte: denn deren Verwendung verursacht Kosten. Daherauch hier das Streben, mit möglichst geringem Aufwand an Menschen-kraft das Ziel zu erreichen.

Das kann nun geschehen teils durch zweckentsprechende Ver^fe%A^teiiung der Wirksamkeit der MenschenkrSfte,teils auch durch Ersatzder Menachenkräfte durch animalische oder Naturkräfte. Allein auchdie animalischen Kräfte sind nur in beschränktem Masse verfügbar undihre Anwendung erfordert Kosten, als auch hier das Interesse zu spa-ren. Das kann geschehen durch zweckmässige Anordnung, geschieht aber^meistens durch deren Ersatz durch Naturkräfte. Zum Teil sind diesean Naturgaben geknüpft,an Stoff,der selbst hur in beschränktem Massevorhanden und okkupirt ist; zum Teil stehen sie ohne weiteres jedemzur Verfügung. Ein anderer Teil ist bezüglich seiner Nutzbarmachungan die Voraussetzung geknüpft, dass man über einen Stoff verfügt, anden die Nutzbarmachung dieser Naturkräfte gebunden ist, auch hierdas Interesse unter möglichst geringem Aufwand möglichst viel zu er-reichen.

Somit tritt neben das Ziel der möglichsten Vollkommenheit für

den Technike^ein

2 .

e Verwirklichung des Gedankens zu erreichen unter Aufwand

von möglichst wenig Stoff und Kraft.

%

Von der Steigerung der Produktivität durch Veränderung im