Die elementarste Technik auf allen Gebieten des menschlichenSchaffens Ist die, welche es den ungeregelten Naturkräften überlässtdas Begehrte im Stoff zu verwirklichen. Die menschliche Tätigkeit be-fasst sich gar nicht mit der Produktion dessen, was der betreffendeMensch wünscht, sondern man überlässt die Formveränderung den blindwaltenden Naturkräften und die menschliche Tätigkeit beschränkt sichnur auf die Okkupation. Die Folge ist äusserste Unvollkommenheit inder Lebensführung; hier viel Stoff und viel Naturkräfte nötig, umeine bestimmte Menschenmenge ernähren zu kHnnen. Im ersten Stadiumokkupiert der Mensch nur die wildwachsenden Pflanzen und gefallenenTiere zur Bestreitung seiner Notdurft.
Der erste technische Fortschritt ist die Minderung des Ein-flusses der blind waltenden Naturkräfte und Verstärkung des mensch-lichen Anteils.
Es wurde vorausgesetzt,dass die Okkupation der wild ySchsendenPflanzen etc. stets stattfindet durch den durch keinerlei Hilfs-mittel unterstützten Menschen. Der Fortschritt würde stattfinden,wenn an Stelle dieser sog. " nackten Arbeit* die Hernahme von Werk-zeugen tritt, von Waffen zum Erlegen von Tieren oder Anlegen vonGruben zu diesem Zweck,beginnende Bodenkultur u.s.w. Ergebnis eingrosserer Ertrag auf geringer Fläche. Dann kommt das Fortschreitenvon extensiver zu intensiver Wirtschaft, die die grossere Ertrags-fähigkeit kleinerer Flächen anstrebt. Also geringerer Aufwand vonStoff aber mehr Aufwand von Kraft.
Dies aber nicht nur bei der Landwirtschaft der Fall, son-dern auf allen Oebieten menschlichen Schaffens, genau so entwickeltsich das Fortachreiten der Technik in Gewerbe, Handel, Berkehr.
Ein weiteres Fortschreiten,ein besonderer Triumph derTechnik ist, wenn an Stelle von kostbarem Stoff ein geringwertigertritt. Früher Zucker nur aus dem teuren Zuckerrohr,jetzt aus der bil-ligen Runkelrübe. Am besten zeigt diesen Umstand aber die Steinkohle,