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MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
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alle zur Anfertigung notwendigen Verrichtungen. Sie sind hinter ein-ander aufgeetellt und jedeMaschine gibt ihr Teilprodukt selbsttätigweiter an die nächste... am Schluss steht eine Maschine,die die Na-deln ln die Nadelbriefe steckt und auswirft. Zur Bedienung und Be-aufsichtigung dieser Maschinen, die täglich 7,500,000 Nadeln liefern,sind nur 5 Arbeiter notwendig,deren Aufmerksamkeit fortwährend an-gespannt ist, um jede Störung zu bemerken. Diese müssen über eingrosses technisches Verständnis verfügen.

Hier ln diesem Beispiel treibt die Dampfmaschine unter Ueber-tragung durch 1 Transmissionsriemen sämtliche 70 Werkzeugmaschinen.

Der Mensch kann eine Maschine selbst in Bewegung setzen; diesist der Fall gewesen bei den primitivsten Maschinen, z.B. bei denalten Handmühlen. Die Kraft des Menschen ist aber schwach,sie istnicht gleichmässig und nicht ununterbrochen.

Sie wurde ersetzt durch die des Tieres,aber auch diese Er-setzung leidet an den gleichen Fehlern,wie die menschliche Kraft-erzeugung.

Daher frühzeitig die Kräfte des Windes, des Wassers zu nutzengesucht. Aber Wind und Wasser sind an bestimmte Orte gebunden undsind unregelmässig.

Ganz ander wirken der Danpf und die Elektrizität,seitdemes gelungen ist, mit ihrer Hilfe die Bewegungamaschinen anzutreiben;hier die meschanlsche Kraft stets zur Verfügung: sie wirkt ununter-brochen und gleichmässig,sie ist universell anwendbar uns kontrollir-bar. Z.B. das Aluminium kostete 1848 pro kg. 1000 Franken, jetzt in-folge der enormen Produktionsateigerung infolge der maschinellen Ge-winnung aus der Tonerde hur mehr%5 Mk. pro kg.

Zur Anwendung der durch die Arbeitsmaschine erzeugten Kraftauf die Werkzeugmaschine bedarf es des genannten zweiten Teils im