Autograph 
MS 311 - Brentano I : [Allgemeine Volkswirtschaftslehre] ; [Vorlesungsskript WS 1910/11]
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Maachinenprozess,der Transmissionsmäschinen:sie nimmt die Bewegungauf,erhalt ,verteilt und überträgt sie.

Die Transmission ermöglicht noch einen weiteren Fortschritt,durch sie wird es möglich die Prinzipien der Arbeitsvereinigung undArbeitsteilung und deren Vorteile auf die Maschinentechnik zu über-tragen: nämlich viel ungleichartige Werkzeugmaschinen werden mitteleder Transmission durch eine Kraftmaschine in Bewegung versetzt. Dasbedeutet, wo das anwendbar ist, eine enorme Stoffersparnis,dadurchdass man nur eine Kraftmaschine ln Bewegung su setzen ^raucht. Dasist einer der grössten Vorteile des Industriellen Orossbetriebs gegen-über dem Kleinbetrieb.

Die Transmission ermöglicht die Arbeitsteilung,indem an dieStelle einer Werkzeugmaschine ein System ineinander greifender Werk-zeugmaschinen tritt. Jede Teilarbeitamaschine liefert den Stoff,dendie folgende zu bearbeiten hat. Dieses System ist um so vollkommener,mit je geringerer Unterbrechung das Rohmaterial von seiner ersten Formzu seiner letzten übergeht, je mehr er statt der Menschenhand derMechanismus selbst von einer Produktionsstufe zur anderen führt. Da-her der Vorteil der Fabriken, die sich sofort mit allen modernen Ein-richtungen versehen können vor den historisch herausgebildeten(Krupparbeitet mit Kraftverachwendung,daher technisch unvollkommen.)

Neben der Nutzbarmachung der Wissenschaft auf dem Gebiet darMechanik steht die auf dem der Chemie.

Diese Nutzbarmachung ist so alt wie die Produktion selbst. Früh-er war sie aber rein empirisch: Der Vater vererbt seine Erfahrung aufden Sohn u.s.w. Die Folge war eine enorme Verschwendung von Stoffund Kraft: Der Gerber wusste recht wohl, dass, wenn er eine Ochsen-haut 2 Jahre lang in einer Brühe von Eichenlohe legt, sie gegerbt wer-den würde, es wusste aber nicht warum die Eichenlohe diesen Gerbe-prozesa bewirkt.- Die Chemie bringt eine Erleichterung und Verbilligung