78.
Zur Anwendung der Maschinen an Stelle der Hand schreitet manerst ,wenn sie sich billiger zeigen, sei es durch Steigen der Löhne
oder durch starke Verkürzung der Arbeitszeit z.B. eine Fabrik kann
300 Arbeiter entlassen,wenn sie Maschinen aufstellt,mit deren Hilfedie Produkte hergestellt werden, die bisher die 300 Arbeiter herge-stellt haben. Also:
t * Arbeiter 300
Tagelohn a 3 Thaler,für 300 Arbeitstage 90000
Die Maschinen kosten 900000
Zinsfuss 7 % 63000
Amortisation(Masch.i.l5 Jahren abgen.) 43000
Jahreskosteh 105000
also die Maschine teuerer; man wird mit Arbeitern weiterwirtschaf-
ten, nun aber steigt der Lohn:
Lohn 1,8 Thal. 135000_
jetzt wird zum Ersatz der Loharbeiter durch die Maschinentechnik
geschritten.
6) Höhe des Arbeitslohnes,Dauer der Arbeitszeit und die
Produktivität.
Arbeitslohn: Wenn wir das VerhSltnis zwischen Arbeitslohn und Ar-beitsleistung ziehen, begegnen wir einem merkwürdigen Wandel in derTheorie, wenn wir die Schriftsteller des 17. und 18. saec. mitdenen des 19. vergleichen. Das 17. saec. vertrat die Ansicht: beihohem Lohn geringe Arbeitsleistung. Die Mercantilisten forderteneine Herabsetzung des Lohnes, um die Leistung zu steigern. ArthurYong verlangt direkt eine Verteuerung der Lebensmittel und eineErhöhung der Steuern da er sagte: die Arbeiter leisten destowenlger,