christliches Begräbnis gewährt. Auch empfahl sie den Gläubigen dieFreilassung von Sklaven und verbot, dass Christen an Nichtchristen alsSklaven verkauft wurden und kaufte fleisslg kriegsgefangene Christenauf.
j&le Sklaverei stirbt erst aus, als die Bedingungen für ihr Fort-bestehen aufhören:
1) wenn ihre Ursache aufhört,d.h. wenn man aufhört Kriegsgefangenezu Sklaven zu machen:
2) als es vorteilhafter wird,statt Sklaven freie Arbeiter zu ver-wenden.
Jetzt fallen die beiden Prinzipien zusammen. Das materielle ist aberdas massgebende gewesen. Um dies zu zeigen, muss betrachtet werden,wenn die beiden genannten Punkte ln Kraft zu treten beginnen.
Anfangs tötet man die Kriegsgefangenen,demgegenüber bedeutetdie Entstehung der Sklaverei einen Fortschritt, sie deutet auf einenZustand, wo es bereits wirtschaftlich erscheint,Menschenkräfte zurArbeit zur Verfügung zu haben. Wann hört man nun auf, Kriegsgefangenezu machen? Im Mittelalter in dem Masse, in dem die Nationen,mit denenman Krieg fUhrt,selbst Christen werden und selbst Christen sind.So-lange man Helden zu bekämpfen hatte, dauert die Sklaverei fort. Mannahm keinen Anstoss,Feinde des Papstes zu Sklaven zu machen. ( Sklaverührt von Slawe her; die Slawen bildeten, solange sie Heiden waren,das Hauptmaterlai beim Sklavenhandel). Bei den Sarazenen vor allemstarke Nachfrage nach Sklaven, da es dem Mohammedaner verboten war,GleichglSubige zu Sklaven zu haben. Vermittler waren meist die vene-tian. Kaufleute. Durch Jahrhunderte wurde dieser Handel erfolglos ver-boten.
In Jtallen wurden griechische Knaben und Mädchen als Sklaven im-portltt. Selbst die Kirche hatte christliche Sklaven.