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Einzelnen,damit er arbeite,der freie Mann verrichtet keine Arbeit. AlsoUnfreiheit der Person des Arbeitenden.
Es gibt noch kein Vermögen als Stammesvermögen an Land undVieh,kein Geld,kein Kredit,kein Markt. Ein Austausch nur gelegentlichin dem seltenen Verkehr mit Fremden. Das ist die ursprüngliche Wirt-schaftsverfassung vor Entstehung des Marktes.
Von dem seltenen Verkehr mit Fremden geht nun die Veränderungaus. Der sporadische Verkehr mit fremden Händlern führt zur Steigerungder Bedürfnisse: man lernt eine ganze Menge neuer Dinge kennen, die nunbegehrenswert werden. Um diesen Bedürfnissen genügen zu können, ent-steht das Streben nach mehr Gütern, die man den fremden Händlern imAustausch anbieten könnte. Es entsteht das Streben der Stammeshäupternach Mehrung ihres Besitzed und ihrer Einnahmen. Das brach die altekommunistische Wirtschaft, es entsteht die Claus- oder Feudal Wirtschaf t)Die Stammeshäupter nämlich haben die Verfügung über die grossen Vieh-heerden des Stammes,sie geben diese an ihre Stammesgenoasen zur Leihe,gegen die Verpflichtung zur Leistung von Abgaben. Die Folge ist,dieStammesgenossen sind alle verschuldet, ihren Häuptern gegenüber,dieseverfügen umgekehrt über eine grosses Clientei von Schuldnern,von Ab-hängigen. Dann verteilen die Stammeshäupter das gemeinsame Land an dieeinzelnen Stammesgenossen, die cs wieder weiter verteilen an andere.
Ein jeder hat für das ihm zugewieeene Land Abgaben und Dienste zu lei-sten. Ausser der gemeinsam bestellten Flur gibt es noch Gemetnland,das jeder nach Belieben benutzen kann. In ihm darf ein Jeder roden undwas er da rodet,geht, so lange er ea bestellt, in sein Sondereigentumüber. Von diesem Recht kann aber nur der Gebrauch machen, der Sklavenhat. Das Bedürfnis nach immer mehr gesteigerten Erträgen führt za im-mer umfangreicheren Rodungen derjenigen,die Sklaven zur Verfügung haben