Autograph 
[1]: MS 312 - Grundriss zu Vorlesungen über Oekonomische Politik.
(Spezielle Volkswirtschaftslehre)
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

Oekonomische Politikf Brentano)

"L

35

In dem Jahrzehnte 1894 1903 wurden inmit einer gegenwärtigenZahl Fläche von ha

in

P

(-)

©

43

Ö

§ c §

W

durch

schnitt!:

jährlic

_ ©

.§ Ba

O

a ®o®

g

W

ü

P Ö

«sa "

Ostpreussen . . .

8

7,1

0,8

12 130

8,0

1 516

Westpreussen . .

6

5,3

0,6

10 348

6,8

1 725

Brandenburg . . .

12

10,6

1,2

25 707

17,0

2 142

Pommern ....

9

8,0

0,9

14 257

9,4

1 584

Posen.

10

8,8

1,0

21452

14,2

2 145

Schlesien ....

23

20,4

2,3

36 592

24,2

1 591

östl. Prov. zus. .

68

60,2

6,8

120 486

79,6

1 772

östl. u. westl. Prov.

113

100

11,3

151 293

100

1 339

den einzelnen Provinzen Fideikommisse errichtet:

mit einer gegenwärtigenZahl Fläche von ha

in

A

P

rf

'S

©

sp

von

Hundert

durch-

schnittlich

jährlich

im

Ganzen

von

Hundert

im Durch-schnitt

Sachsen ....

ll

9,7

u

7 851

5,2

714

Schleswig-Holstein .

8

7,1

0,8

6013

4,0

452

Hannover ....

8

7,1

0,8

3 527

2,3

441

Westfalen ....

6

5,3

0,6

4 780

3,2

797

Hessen-Nassau . .

9

8,0

0,9

3 224

2,1

358

Rheinland ....

3

2,7

0,3

5 412

3,6

1 804

Hohen zollern . . .

westl. Prov. zus.

45

39,8

4,5

30 807

20,4

685

VIT. Im rechtsrheinischen Bayern (in der Pfalz sind Fideikommisse verboten) können nach demEdikte vom 22. Dezember 1811 Fideikommisse nur zu Gunsten des Adels errichtet werden. Von den ausfrüherer Zeit stammenden Rechtsverhältnissen liess die Verfassungsurkunde von 1818, resp. Beilage VII zuderselben, noch mehrere aus älterer Zeit überkommene Fideikommisse bestehen. Auf Grund des Fidei-kommissediktes von 1818 sind nach Frhr. v. Cetto (a. a. 0.) v. 1818 - 1888 100 Fideikommissgüter mit einemGesamtareal von 85 282,04 ha errichtet und in die Fideikommissmatrikel eingetragen worden, während46 Besitzungen mit einem Gesamtareale von 70 944,50 ha, teils standesherrliche oder Lehensfideikommisse,teils Familien-Stammgüter mit fideikommissarischem Charakter, aus früherer Zeit stammten. Von 1818bis 1850 wurden 48. von 18501860 9, von 18601873 19, von 1873 -1888 24, von 1888 1903 23 Fidei-kommisse immatrikuliert, in Summa also bis 1903 123, darunter 6, welche nobilitierten bürgerlichenFamilien angehören; aufgelöst wurde in der Zeit von 18881893 1 Fideikommiss mit 408,63 ha. Es betrugder dem Fideikommissverband unterstellte Grundbesitz :

im

Regierungs-

Jahr

Zahl

der

Fidei-

Areal

derselben

bezirk

kommisse

ha

Oberbayern .

{

1893

1904

31

35

29 11434 632

Niederbayern

{

1893

1904

19

23

17 53319 437

Oberpfalz

/

1

1893

1904

14

16

29 28929 792

Oberfranken

f

\

1893

1904

20

21

1891319 520

im

Regierungs-

bezirk

Mittelfranken

Unterfranken

Schwaben

Königreich .

Jahr

/ 1893\ 1904f 1893\ 1904f 1893\ 1904( 1893\ 1904

Fidei- derselbenkommisse * ia

17 12 354

17 12 354

28 23 488

30 23 830

21 29 495

24 31 482

150 160 136

166 171047

Die vorstehenden Ziffern sind dem Statistischen Jahrbuch für dasKönigreich Bayern, Jahrgang 1894 und 1905, entnommen.

Nach Freiherrn von Cetto ver-teilten sich 1903 diese Fideikom-misse auf folgende Besitzgrössen:

Fidei-

kommisse

Grund-

fläche

ha

unter 100. ha100 500500-1 0001 000-1 500

1 500-2 000

2 000-2 500

2 500-3 000

3 0003 5003 500 u. mehr

7 383,44

50 14 391,67

29 19 714,99

15 18 294 68

6 10 864,80

4 8 860,81

4 10 940,39

3 10 309,09

2 9 555,70

Nach dem Statist. Jahrb. f. 1905 betrug die Gesamtfläche der bayerischen Fideikommisse undfideikommissartigen Landgüter im rechtsrheinischen Bayern im Jahre 1904 171 047 ha, wovon 95 152 haWaldbesitz und 75 895 ha sonstige nutzbare Fläche gegenüber einer landwirtschaftlichen Gesamtflächeder 7 rechtsrheinischen Kreise von 4 299 413,4 ha und einer Forstfläche von 2 235 186,1 ha. Die Fidei-kommisse betrugen also 1,76 °/o der landwirtschaftlichen und 4,23 °/o der Forstfläche.

VIII. In Württemberg beträgt nach Frlim. v. Cetto die Gesamtfläche der in adeligen Gründenbefindlichen Rittergüter 34 666 ha = 1,77 "/o der Gesamtfläche des Königreichs. Die Rittergüter sindzum grossen Teil, aber nicht alle, fideikommissarisch gebunden. Der Komplex der Standesherrschaftenbeträgt rund 70 000 ha = 3,58 %>, also Rittergüter und Standesherrschaften-zusammen 104 329 ha =5,3t°/o der Landesfläche. Standesherrschaften sind 19, Rittergüter etwa 120 vorhanden (bei manchender letzteren wird nämlich die fideikommissarische Eigenschaft angezweifelt).

Im Grossherzogtum Baden sind 70 Stammgüter vorhanden. Das Eigentum der Standes- undGrundherren ist nach einer 1888 veranstalteten Erhebung über den Besitz der toten Hand auf 96 230 ha= 6,8 °/o des gesamten landwirtschaftlichen Besitzes festgestellt worden; davon waren 50 777 ha Wald.Für Hessen fehlen die Angaben.

IX. Vergleich der Betriebsverteilung im Jahre 1895 in den schlesischen Kreisen, indenen mehr als l / 5 der Fläche fideikommissarisch gebunden ist, mit den Durchschnittszahlen derbetreffenden Regierungsbezirke. (Vergl. Max Weber, a. a. 0. S. 528, und dazu Kühnert inder Zeitsclir. d. Königl. preuss. Statist. Landesamts XLV, 1905, S. 201.)

Auf die Fidei- Von der gesamten Wirtschaftsfläche umfassten

kommisse im Jahre 1895 die Betriebe von ha

kamen °/u derGesamtfläche

R.-B. Breslau 15,0

Kreise: Gross -Wartenberg . . 32,2

Oels. 25,3

Militsch. 42,9

Reichenbach .... 30,7

Waldenberg .... 30,9

Habelschwerdt . . . 22,8

0-2

2-5

5-20

20-100

über 100

5100

o/o

o/o

o/o

o/o

o/o

o/o

2,90

8,27

24,66

23,82

40,35

48,48

4,71

10,97

29,52

9,89

44,91

39,41

2,40

6,74

20,05

17,97

52,84

48,02

3,37

7,99

32,07

13,89

42,68

45,96

2,46

7,61

19,98

26,75

43,20

46,73

4,91

9,44

52,40

27,74

5,51

80,14

3,83

14,05

40,73

33,41

7,99

48,13

5 *