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von zwei dazu gedungenen Orgeldrehern vertheilt wurden, Papierstreifen, worauf ingroßer Schrift das Wort „Oblaten-Götter" gedruckt war, und Abbildungen vomFegfeuer, worauf die armen Seelen durch das Gitter sahen und Priester in Soutanenmit ihnen darum handelten, sie für zwei Scudi zu erlösen; sie äußerten die unanstän-digsten Dinge über den Beichtstuhl und nannten den Papst den Antichrist. Wenn rerGroßherzog von ToScana Jemand wegen seiner religiösen Ansichten bestrafte, wäreich der Erste, daS ,u tadeln; aber er hat nur die Gesetze gegen verkappte Revolu-tionäre, öffentliche Verleumder und gedungene Ruhestörer angewendet."
Schließlich weist Cahill noch nach, daß auch nach jetzigem englischen RechtGeldstrafe und Gefängniß darauf steht, wenn Jemand „einen Andern vom Besuchedes protestantischen Gottesdienstes abzuhalten sucht und zu diesem Zweck Conventikelhält." (BolkSh.)
Christliche Lesefrüchte und Betrachtungen eines Laien.
(Fortsetzung.)
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Ein trüber Regentag verstimmt dich? Und ein heilerer Tag stimmt dich fröhlich?Du stehst Morgens verstimmt auf und spähst »ach Färbung und Zug der Wolken,nach der Richtung des WindeS, um zu erhäschen, ob nicht vielleicht heule schönesWelter würde? Du lhörichtcr Mensch! mit all' deinem Sinnen und Sehnen kannstdu nicht ein einziges Theilchen dieser Wolken in seinem Wesen und Zuge ändern,sondern du mußt eben den Tag nehmen, wie er dir gegeben wird; nimm ihn so,so wirst du den Frieden deiner Seele bewahren; jenes Sinnen und Sehnen aber isteitles Thun und führt zum Unfrieden. Nicht nur dein ganzes Leben, nicht nur grö-ßere Leiden, die dir Gott schickt, sind eine Aufgabe, die er dir vorlegt, sondernselbst jede kleinste Erscheinung im Leben, die cu so ober anders haben möchtest, z. B.jener regendrohende Morgen. Die Aufgabe», die dir Gott täglich und stündlich(und so einem Jeden von uns) vorlegi, mußt du erledigen; es kömmt aber dabeifür dein Seelenheil alles darauf an, wie du diese» thust; das Kreuz, welches Ävttdir schickt, mußt du tragen; das Heil oder Unheil deiner Seele aber hängt davonab, wie du eS trägst; nur wenn du eS in einfältiger Geduld und um GotteSwillenträgst, wirst du den Frieden haben.
987t „6m»ovW .0!! ,a<m 'o,tz»>»,Y' d»i (M^i-niö „z, ,n>,ch<5 tziMv, IrM n<»wAlS Job im Elende war und über GotteS Strenge und seine eigene Gerechtig-keit lange Reden hieli, da half Golt nicht; aber als er mit nur wenige» Worte»bekannte > daß er Unrecht habe, da wandte sich Golt wieder z» ihm; als Job erstensBnße that und zweitens sür seine bei Gott mißfälligen Freunde Fürbitte einlegte,da vergalt ihm Gott doppelt wieder, was Er ihm entzogen Halle.
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Ostindien. -.".'.„.zozg.« »i«T
Unter den engl. Truppen in Ostindien befinden sich 16,000 kath. Soldaten; mancheRegimenter bestehen zum größeren Theile auS kalhol. Jrländern? In der PräsioentschaftBengalen erhallen die kath. Geistlichen von der Regierung monatlich 182 Pf., die angli-kanischen 5000 Pf. Kein kath. Caplan in ganz Ostindien erhält über 15 Pf. monatlich,von 13 Caplänen in Bengalen erhalten 7 nur 5 Pf. monatl.; der geringste Gehalt einesanglikanischen CaplanS dagegen ist 50 Pf. monatlich. Die kalh. Geistlichen erhalten keinePension, die anglikan., wenn sie 7 Jahre in Indien gewesen, 173 Pf., wenn 18 Jahre,365 Pf. jährlich. Der PreSbylerianer in der indischen Armee sind 3000, sie haben3 Capläne und erhalten 2000 Pf. jährlich, der Katholiken sind 16.000, und für siezahlt die Regierung höchstens 5000 Pf.
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Berautwortlicher Redacteur: Schöuche»
VerlagS-Jnhaber- F, <i, Kremer.