Ausgabe 
(16.8.1811) 196
 
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hoͤchſtdie ſelben aͤußerten den Vorſteherinnen beyder Inſtitut⸗ Ihre Zu friedenheit berden guten Unterricht, welchen die zahlreichen Zoͤglinge genießen. Ueber die Ver

handlungen des Nationalkonziliums iſt bisher nichts zur Keuntniß des Publikums

gekommen. Zu Cherburg gehen dieſen Sommer die Arbeiten mit den groͤßten Thaͤ-tigkeit fort. Der große Damm, welcher den Haven deckt, iſt ſchon ſo weit vorge-ruͤckt, daß auf demſelben z ſtarke Forts zu ſeinem Schutz erbaut werden koͤnnen. Derneue Haven, welcher durch Menſchenhände gegraben wird, iſt zu neun Zehentheilenbeendigt. In dem Baſſin und in dem Vorhaben werden 30 Linienſcheffe Platz ha-ben. Zu Ende des naͤchſten Jahres duͤrfte Cherburg mit den gewaltigen Feſtungs

werken, die es auch von der Landſeite erhaͤlt, volleadet ſeyn. Die Englaͤnder ken-

neu alle Nachtheile, die ihnen durch den Haben von Cherburg erwachſen, genau;ader ſie ſind nicht im Stande, die ſelben zu verhindern.

Vom 10. Aug. Ihre kaiſerl. Majeſtaͤten haben ſich nach Rambouillet begeben,um daſelbſt einige Tage zu verbleiben. Das Befinden des Koͤnigs von Rom koͤnnte nicht erwuͤnſchter ſeyn. Die große Tuchmanufaktur zu Audrimont bey Verviersiſt adgebrannt. Der Schade wird auf 200,000 Franken geſchaͤtzt.(G.d. P.)

London , den 34. Jul.

Unſere oſtindiſche Kompagnie befindet ſich in einer eben ſo großen Verlegenheitals der ganze Handelsſtand. Vormals ſchrieb ſie alle Jahre vier, auch mehr oͤffentlicheBerkrufungen 53, wobey aus Holland, Frankreich, Deutſchland , und aus audernLaͤndern ſehr ſtarke Kommiſſtonen einliefen. Jetzt koͤnnnen dieſe Verkaufungen wegen der Sperre des Kontinents nicht mehr Statt haben, und wenn ſie auch ausge-ſchreben werden, ſo finden ſich keine Liebhaber ein. Die Magazine der Kompagnieſind deßwegen mit ungeheuren Vorraͤthen von Waaren aller Art, als Thee, Indigo⸗ daum wollenen Zeugen) ꝛc. angefuͤllt. Die Schulden der Kompagnie belau-fen ſich auf z0 Millionen Pfund Sterling, und wenn die Stockung im Abſatz fort-dauert, ſo wird ſie bald nicht mehr im Stande ſeyn, die Zinſen derſelben zu dezah-len; auch die halbjaͤhrige Dibidenden werden ſehr ſchlecht ausfallen.

Bisher erhielt die engliſch⸗ oſtindiſche Kompagnie ans ihren Beſtzungen in Oſtin-

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ndien jaͤhrlich mehrere hundert tauſend Stuͤck feine Baumwollentden Namen Maſulipatnam , Guine's ꝛc. bekannt ſind. Sie kommen von der Kuͤſte Koromandel, welche gropßen Theils von Spinnern und Webern bewohnt iſt.In Deutſchland/ in der Schweiz , Franreich ꝛc. wurden dargus die ſchoͤnſtenZitze berferrigt. Dieſer Verkehr hat nun bey der Sperre des Koutinents gaͤnz-uͤch aufgehoͤrt. Es gab deutſche Fabrikanten, die vormals bey den Verkaufun-

zgen, welche die oſtindiſche Kompegnie zu London ausſchrieb, auf einmal 50,000

Ind mehr Stoͤcke ſolcher Baumwollentuͤcher erſtanden.

Vom 2. Aug. Das Befinden des Koͤnigs zu Windſor iſt leider noch immer dasNaͤmliche. In der Nacht auf den 1. dieß haben Se. Majeſtät keinen Augenblick ge-ſlafin. Lauge kann dieſer betruͤbte Zuſtand nicht mehr andauren. Am 3. Jul.iſt Abmiral Keats auf dem Krlegsſchiff Wilford zu Gibraltar angekommen. Von da

deglebt er ſich nach dem mittell aͤndiſchen Meer, um den Admiral Cotton imKommando

Iber unſere dortige Flotte abzuloͤſen. Die Infurrektlon gegen das Mutterlande pa-

mnen geht zuCarraccas und in andern Probinzen vonSuoͤda eltka unaufhaltſam fort.

Gaeral Stewart it mit bielen andern verwundeten engliſchen Offiziers nach einer

Fahrt von 13 Tagen von Liſſabon zu Portsmouth angekommen. Dieſe brachten

Adlis Neues von Erheblichkeit ait. Lord Welliagton hatte ſein Hauptquartier noch

u Pertalegte, und weder von der einen, noch von der andern Seite war etwas un-

ommen worden. Die große Hitze macht alle Kregsoperationen unmoͤglich.Deſer Taen entſtand in einem hieſtgen Theater ein gewaltiger Laͤrm. Dee Anweſenden berianaten gleich nach dem erſten Aktt, daß das beliebte Volkskied: Godsavee Kug, Gott erhalte den Koͤnig) ſollte abgeſung n werden. Ein Geutlemen wei-

ſcher, die unter

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