land, an welchem dieselbe als Erbt« der Krone mündig seyn wird, soll ein glä„,zendes Fest zu Carlton - House gegeben werden. Die Zubereitungen dazn sind aus,serordrnrlich, nnd man darf vermnihen, daß es bloß der Anfang einer Reihe vonFesten seyn wird, welche wahrscheinlich mit der Derhepralhurrg an den Erbprinzenvon Dramen endigen werden.
Dir vorrückende Bewegung derHranzosen nach unsern Gränzen scheint in derGegend von Tildurg nachtheiiizc Folgen für dieselben gehabt zu haben. Sie wur»den bey Gvrlle von den Preußen and Kosacken, die in weit geringerer Anzahl wa-rett, so nachdrücklich angegriffen, geworfen, und eine haide Stunde über Turmhont verfolgt. Sir verloren r6o Mann an Todten, Verwundeten und Gesänge.'oen. Die Kosacken haben 92 vollkommen ausgerüstete Pferde unff verschiedeneGefangene zu Tildurg eingebracht; eine weit größere Anzahl hat sich -mch dteWä!-der gerettet. Unsrer Seits hatten wir 5 Todte und r6 Dlefiirre. Von den Preus-sen , die sich übrigens aufs Tapferste geschlagen haben, ist kein Mann noch Pferdgeblieben, bloß einer leicht verwundet worden. Die Engländer werden rrnverzüg-'sich die Belagerung von Berg-op- Zoom beginnen; ihre schwere Artillerie ist ein,getroffen. Dortrecht, den 16. Jan.
Die kombinirte Armee hat die Franzosen unter den Mauern von Antwerpen geschlagen, wobey letztere 4200 Mann verloren haben, und dringt jetzt aufDräftsel vor. Gestern muß der Vorrrab derselben dort angekommen seyn, denn vonBrüssel, wo seit einigen Tagen eine Revolution aufgebrochen ist, hatte man eineDeputation an den Gen. v.Büivw gesandt, mit dem Ersuchen schleunigst Truppendahin zu senden. Bremen , den 18. Jan.
Nachrichten aus dem Holsteinischen vom 14. dieß bestättigen nicht allein denFrieden mit Dänemark , sondern sie führen auch mehrere Artikel an. Z. B- dieAbtretung Norwegens an Schweden gegen Bezahlung von einer Million Rchlr.«nd der Abtretung von Schwedisch Pommern an Dänemark . Die dänische Flöt,te sollte von England mit 400,000 Pfund.StcrÜng entschädigt werden.
Gestern Morgens wurden die Franzosen tüchtig zusammen gehauen; es trafsie ein wahres Donnerwetter. Die Kosacken haben sie von Winterhude (an der Ul-ster) her angefaßt, und aus Harvstehude verjagt. Mehrere Häuser sind wiederin Flammen aufgegangen. Heure waren Kosacken hier. — Die Eibe steht beynaheganz; dieß macht dem Marschall Davoust grancs Haar, und man erzählt sich, erfrage jeden Morgen: Ools-r-il oricoro? OK mon Olsu, monOlou! (Friert'snoch? Ach Gott, ach Gott !) Mehrere Ausfälle, weiche die Franzosen seit2 Tagen gemacht haben, sind ihnen übel bekommen; allein dicGegend und besondersEppendorf hat sehr gelitten. Noch gestern Nacht hörte man stark kanonircn. DieKosacken machen gute Beute, besonders an Pferden, welche hier jetzt zu 2 bisz Louisd'or verkauft werden. Seit Einrritt des Frostes gebraucht Davoust die ar,wen Einwohner von Hamburg dazu, die Anßcnwcrke mit Wasser zu bcspühlen,um ein befürchtendes Sturmiaufen zu erschweren. Auch mußten sie das Eis aufder Außenaister durchsägen, um den Kosacken die Lust zum Spatzierreircn urrd Ne,kognvszircn zu benehmen. Leider kamen dabey 16 dieser armen gequälten Einwoh-ner durch das von den Belagerern auf sie gemachte Feuer ums Leben.
Unter obigem Datum widerspricht eine königl. preussische Kciegskonrmissio«öffentlich dem verbreiteren Gerücht, daß sich in Tocgan ein großer französischerSchatz befinde. Die genaueste Untersuchung habe dessen Ungrund bewiesen. DesAnlaß dazu habe die am 20. Okt. erfolgte Ankunft vieler Fourgons mit der Auf-schrift, Tresor imperw.1, gegeben. Allein nur wenige derselben seyen mitSildrr