Ein MchrcicS ans den Papieren des Ungenannten. 21
Fragmente so gutes Spiel hatte; noch die Lehre von der u»-»mgäiiglichcii Nothwendigkeit eines klaren und deutlichen Glau-bens zur Seligkeit, auf welche dieses zweyte Fragment hinausläuft; noch auch die Lehre von der Thcopncvstic, wie er sie(S. 358.) vorträgt, aber frcvlich auch vortragen mußte, umallen seinen Einwürfen, selbst den geringfügigsten, einen gleichhohen Grad des Belangs zu verschaffen. — So wenigstensmuß ich aus dem, was vor uns liegt, urtheilen.
III.
Der Einwurf des dritten Fragments ist schon oft gemacht,und oft beantwortet worden. Aber wie ist er beides? Sicher-lich ist er noch nie so gründlich, so ausführlich, allen Ausflüch-te» so vorbeugend gemacht worden, als hier. Und nun versuchemau, wie viel die Antworten eines Clcricus, eines Calmer,eines Saunn, eines L.ilicnlhals dagegen verschlagen. Zchfurchte, sehr viel wohl nicht. Nothwendig wird der Orthodoxalso ganz auf etwas Neues denken müssen, wenn er sich ausseinem Posten nicht zu behaupten weiß, und seiner Sache dochnichts vergeben will.
Er wird ihr aber nicht wenig zu vergeben glauben, wenner die Unmöglichkeit, daß eine so große Menge in so kurzerZeit einen solchen Weg machen können, cingcstchcn und sichdamit zu retten suchen wollte, daß also wohl in dem Textedie Zahl des ausziehenden Volks verschrieben seyn möge; daßanstatt sechs mal hundert tausend streitbarer Mann, nur derensechzig tausend, nur sechs tausend ausgezogen. — Zch nun frey-lich wohl wüßte nicht, was ein solcher Schreibfehler, wenn erauch noch so wissentlich wäre begangen worden, eben verderbenwürde. In den ältesten Zeiten verband man mit große» Sum-men »och sehr »»deutliche Begriffe, »nd es geschah wol oftganz unschuldiger Weise, wenn man eine sehr große Zahl balddurch diese, bald durch ri»c andere Anzahl ausdrückte. Manhätte viel zu bezweifeln, wenn man an alle» den alten Schlach-ten zweifeln wollte, bey welche» die Zahl der gebliebene» Feindevon dem einen Schriftsteller so, von dem andern anders, undvon allen weit größer angegeben wird, als sich mit andernzugleich erzählten Umstände» reimen läßt. Warum sollte man