Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
29
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ein MehrcrcS aus den Papieren des Ungenannten. 29

Unter einem gewissen Zirkel von Freunden ist vor einigerZeit ein kleiner Aussatz in der Handschrift herum gegangen,welcher die ersten Linien zu einem ausführlichen Buche enthielt,und überschrieben war: Die Erziehung vcs Menschenge-schlechts. Ich muß bekennen, daß ich von einigen Gedankendieses Aufsatzes bereits wörtlich Gebrauch gemacht habe. Washindert mich also, oder vielmehr, was ist also schicklicher, alsdaß ich den Anfang desselben in seinem ganzen Zusammenhangemittheile, der sich auf den Inhalt unsers vierten Fragmentsso genau beziehet? Die Indiskretion, die ich damit begehe,weiß ich zu verantworten; und von der Lauterkeit der Absichtendes Verfassers bin ich überzeugt. Er ist auch bey weitem sohctcrodox nicht, als er bey dem ersten Anblicke scheinet, wie ihmauch die schwierigsten Leser zugestehen werden, wenn er einmalden ganzen Aufsatz, oder gar die völlige Ausführung desselben,bekannt zu machen, für gut halten sollte. Hier ist indeß, wiegesagt, der Anfang,") des verwandten und genutzten In-halts wegen.

Die Erziehung des Menschengeschlechts.

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lind so gelangt der Verfasser zu dem zweyten grossen Schrittein der Erziehung des Menschengeschlechts. Auf die kindischenBcwcgungSgründc zum Gcborsam, folgen die ungleich mcbr an-spornenden Aussichten des Jünglings. Künftige Ehre, künfti-ges Wohlleben, tritt an die Stelle der gegenwärtigen Näsche-rei?, des gegenwärtigen Spielzeugs. Doch alle diese fernernSpekulationen gehören nicht zu unserer Sache, und ich brecheab. Auch giebt man einen Vorschmack nicht mit der gan-zen Schüssel.

V.

Ueber die Widersprüche in der Aufcrstchungsgcschichtc, welchedas fünfte Fragment uns so nahe legt, dächte ich nun so.

H. Die Zeugen der Auferstehung Christi sind nicht die nehm-lichen Personen, die uns die Nachricht von der Aussage dieser

°) Die ersten SZ Paragraphen.