Aas Testament Johamiis.
-N
Er.
Warum nicht?
Ich.
Johannes, der gute Johannes, der sich von seiner Ge-meinde, die er in Ephcsns einmal gesammelt hatte, nie wiedertrennen wollte: dem diese Eine Gemeinde ein genugsam grosserSchauplatz seiner lehrreichen Wunder, und wundcrthätigcn Lehrewar; Johannes war nun alt, und so alt —
Er.
Daß die fromme Einfalt glaubte, cr werde nie sterben.
Zch-
Da ihn doch jeder von Tag zu Tag immer mehr undmehr sterben sahe.
Er.
Der Aberglaube trauet den Sinnen bald zu viel, bald zuwenig. — Selbst da, als Johannes schon gestorben war, hieltnoch der Aberglaube dafür, daß Johannes nicht sterben könne:daß cr schlafe, nicht todt sey.
Zch.
Wie nahe der Aberglaube oft der Wahrheit tritt!
Er.
Erzählen Sie nur weiter. Zch mag Sie nicht dem Aber-glauben das Wort sprechen hören.
Ich.
So zaudernd eilig, als ein Freund sich aus den Armeneines Freundes windet, um in die Umarmungen seiner Freun-din zu eilen, — trennte sich allmälig sichtbar Zohannis reineSeele, von dem eben so reinen, aber verfallenen Körper. —Bald konnten ihn seine Jünger auch nicht einmal zur Kirchemehr tragen. Und doch versäumte Johannes auch keine Eollcctcgern; ließ keine Eollcctc gern zu Ende gehen, ohne seine An-rede an die Gemeinde, welche ihr tägliches Brod lieber entbehrthätte, als diese Anrede.
Er.
Die öfters nicht sehr studiert mag gewesen seyn.
Zch.
Lieben Sie das Studierte?