Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
42
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Tesi.nncin Zch.,»ni>?.

Er.

Nachdem es ist.

Zch.

Ganz gewiß war Zohannis Anrede das nie. Denn sie kamimmer ganz aus dem Herzen. Denn sie war immer einfältigund kurz; und wurde immer von Tag zu Tag einfältiger undkürzer, bis er sie endlich gar auf die Worte einzog

Er.

Auf welche?

Ich.

RinSerchcn, licbt euch!

Er.

Wenig und gut.

Zch-

Meynen Sie wirklich? Aber man wird des Gute», undauch des Besten, wenn es alltäglich zu seyn beginnt, so baldsatt! Zn der ersten Collecte, in welcher Johannes nicht mehrsagen konnte, als Rinderchen, liebt enck! gefiel dieses, Rin-derchcn, liebt euch! ungcmcin. Es gefiel auch noch in derzweyten, in der dritten, in der vierten Collecte: denn es hieß,der alte schwache Mann kann nicht mehr sagen. Nur als deralle Mann auch dann und wann wieder gute heitere Tage be-kam, und doch nichts mehr sagte, und doch nur die täglicheEollccte mit weiter nichts, als einem Rinderchcn, liebt euch!beschloß; als man sahe, daß der alte Mann nicht blos, nur sowenig sagen konnte; als man sahe, daß er vorschlich nichtmehr sagen rvollle; ward das Rindcrchcn, licbt euch! so malt,so kahl, so nichtsbcdcutcnd! Brüder und Jünger konnlcn eskaum ohne Ekel mchr anhören; und erdreisteten sich endlich denguten alten Mann zu fragen: Aber, Meister, warum sagstdu denn immer das nehmliche?

Er.

Und Johannes?

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Johannes antwortete: Darum, weil es Vcr Herr befohlen.U)cil das allein, das allein, wenn es geschieht, genug, hin-länglich genug ist.