Sine Duplik.
mit dem Zusätze, mich immer lind ewig zu irren, verschlossenhielte, und spräche zu mir: wähle! Zch siele ihm mit Demuthin seine Linke, und sagte: Vater gieb! die reine Wahrheit istja doch nur für dich allein!
II.
Noch einmal: es ist lcdig meine Schuld, wenn der Unge-nannte bis itzt so beträchtlich nicht scheinet, als er ist. Manlasse ihn diese fremde Schuld nicht entgelten.
Was kann er dafür, daß ich nur Fragmente seiner Arbeitfand; und aus Fragmenten gerade nur eben diese bekanntmachte? Er selbst würde, um sich in seinem besten Vortheilezu zeigen, vielleicht ganz andere Proben ausgesucht haben; wenner sich nicht vielmehr alles Probcgcbcn verbeten hätte.
Denn wie kann man auch von einer wciiläufligen zusam-mengesetzten Maschine, deren kleinste Theile auf eine einzigegroße Wirkung berechnet sind, eine Probe geben? Ein Vor-bild wohl; ein Modell wohl. Aber wer hat jemals ein Ge-wicht oder eine Unruh, eine Feder oder ein Rad zur Probevon einer Uhr gegeben?
Auch fühle ich wohl, daß in diesem Betracht — aber auchnur in diesem — ich selbst mit meinen Proben besser zu Hausegeblieben wäre. Und warum blieb ich nicht auch? Weil ichdas nehmliche damals noch nicht fühlte? oder weil mich dieGüte der Proben selbst verführte?
Das leztere, wenn ich die Wahrheit bekennen soll; das lcz-tere. Zch gab ein Rad, eine Feder, nicht als Probe der Uhr;sondern als Probe ihres gleichen. Das ist: ich glaubte aller-dings, daß auch in den einzeln Materien, in welche die gelie-ferten Fragmente schlagen, noch nicht besseres und gründlichcrsgeschrieben worden, als eben diese Fragmente. Zch glaubte al-lerdings, daß z. E. ausser dem Fragmente von der Auscrstc-hungsgeschichtc, noch nie und nirgends die häufigen Wider-sprüche der Evangelisten, die ich für wahre Widersprüche er-kannte, so umständlich und gcflicssendlich ins Licht gesetzt worden.
Das glaubte ich; das glaub ich noch. — War ich aber,bin ich aber darum völlig des Ungenannten Meynung? Wollteich darum, will ich darum eben dahinaus, wo er hinaus wollte?
-X. 'V«,'
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