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10 (1839)
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Sliiti-Goeje. Fünfter.

nicht schon klüger lind vernünftiger ist, als die Prediger, dieihn so gern Hetzen möchten.

Herr Goeze weiß sehr wohl, daß mein Ungenannter eigent-lich nur behauptet, daß die Apostel es ebenfalls gemacht, wiees alle Gesetzgeber, alle Stifter neuer Religionen und Staatenzu machen für gut befunden. Aber das fällt dem Pöbel, fürden er schreibt und prediget, nicht so recht auf. Er sprichtalso mit dem Pöbel die Sprache des Pöbels, und schreyet, daßmein Ungenannter die Apostel als Betrüger und ZSäsewichterlästere. Das klingt! das thut Wirkung! Vielleicht, wiegesagt, aber auch nicht. Denn auch der geringste Pöbel, wenner nur von seiner Obrigkeit gut gelenkt wird, wird von Zeitzu Zeit erleuchteter, gesitteter, besser: anstatt, daß es bey ge-wissen Predigern ein Grundgesetz ist, auf dem nehmlichen Punkteder Moral und Religion immer und ewig stehen zu bleiben,auf welchem ihre Vorfahren vor vielen hundert Zahrcn standen.Sie reisten sich nicht von dem Pöbel, aber der Pöbel reißtsich endlich von ihnen los.

A n t i - G o e z e.

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SECHSTER. (8)1 7 7 8.

<jch habe erwiesen, (Anti-Goeze III.) daß die Vortheile, welchedie Religion objective aus den Zweifeln und Einwürfen ziehet,mit welchen die noch ununterjochte Vernunft gegen sie angeht, sowesentlich und groß sind, daß aller subsective Nachtheil, derdaraus mehr befürchtet wird, als daß er wirklich daraus ent-stehe, in keine Betrachtung zu kommen verdienet; welches auch