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Aitti-Goeze. Sechster.
Verkleistcrungen lind Verstümmlungen eines andern Ucbersctzers,des Ruffinus, zu retten, d. i. um sie ja in ihrer ganzen Stärke,mit allen ihren Verführungen, der Lateinischen Welt vorzule-gen ; und ihm hierüber eine gewisse t^Iiola t^rk>nni<.-t Vorwürfemachte, als habe er ein sehr strafbares Aergerniß auf seinerSeele: was war seine Antwort? 0 imnuclentism linglilsrom!^ccuksnt meäieum, czuod venoria pro6ill«rit. — Nun Weißich freylich nicht, was er mit jener fckol-t h-rannies eigentlichsagen wollen. Und es wäre doch erstaunlich, wenn es auch da-mals schon unter den christlichen Lehrern Leute gegeben hätte, wieGocze! — Aber eine ähnliche Antwort habe ich doch schon fürmich auch gegeben". „Weil ich das Gift, das im Finstern schlci-„chet, dem Gcsundhcitsralhc anzeige, soll ich die Pest in das„Land gebracht haben?"
Freylich, als ich die Fragmente heraus zu geben anfieng,wußte ich, oder äusserte ich doch, den Umstand noch nicht, denich zur Entschuldigung eines Unternehmens, bey welchem ichdarauf keine Rücksicht nahm oder nehmen konnte, hier brau-chen zu wollen scheine- Ich wußte oder äusserte noch nicht,daß das Buch ganz vorhanden sey, an mcbrcrn Orten vor-handen sey, und in der Handschrift darum keine» geringernEindruck mache, weil der Eindruck nicht in die Augen falle.Aber ich scheine auch nur, mich dieses Umstandcs zu meinerRechtfertigung bedienen zu wollen.
Zch bin ohne ihn dadurch gerechtfertigt genug, daß ich, alsich einmal eine sehr unschuldige Stelle aus dem Werke mei-nes Ungcnannrcn gelegen« lick bekannt gemacht hatte, anfgefo-dert wurde, mehr daraus mitzutheilen. Za ich will noch mehrBlosse geben.
Zch will gerade zu bekennen, daß ich auch obnc alle Auf-foderung würde gethan haben, was ich gethan habe. Ichwürde es vielleicht nur etwas später gethan haben.
Denn einmal habe ich nun eine ganz abergläubische Ach-tung gegen jedes geschriebene, und nur geschrieben vorhandeneBuch, von welchem ich erkenne, daß der Verfasser die Welt
° Aiui-Goezc I. S, 4. >S, 107.1,