Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

Anti-Goeze. eilfter.

229

ungebeten sein Herausgeber geworden bin, und als litterarischeProben, Stücke aus ihm mitgetheilet habe, die aus aller Ver-bindung gerissen sind, durch welche allein sie ihr wahres Lebenerhalten. Warum hat man diese Proben durchaus nicht wollenseyn lassen, was sie seyn sollen? Warum hat man sie einergrössern Aufmerksamkeit gewürdigct, als Fragmente von allerArt verdienen, aus die kein Mensch sich einzulassen verbundenist? Warum hat man sogar Vcrbindungspartikeln, durch welchesich der Ungenannte auf etwas andcrweits Erwiesenes beziehet,für bloßes Blendwerk ausgegeben, und dadurch so wohl meineals seine Redlichkeit in den lieblosesten Verdacht gezogen?Doch davon an einem andern Orte.

Hier lasse man mich nur noch hinzufügen, was ich michnicht schämen darf zu wiederholten, da es einmal gestanden ist.Ich habe den Ungenannten auch darum in die Welt geflossen,weil ich mit ihm allein nicht länger unter einem Dache wohnenwollte. Er lag mir unaufhörlich in den Ohren , und ich be-kenne nochmals, daß ich seinen Zuraunungen nicht immer soviel entgegen zu setzen wußte, als ich gewünscht hätte. Uns,dachte ich, muß ein Dritter entweder näher zusammen, oderweiter aus einander bringen: und dieser Dritte kann niemandseyn als das Publicum.

Verliere ich nun aber nicht alle den Nutzen, den ich miraus diesem Schritte versprach, wenn ich nicht aus jedes Wort,auf jede Miene aufmerksam bin, mit welcher man ihn imPublic» empfängt? Zch muß jeden fragen, der über ihn stutzt,oder über ihn lacht, oder über ihn erschrickt, oder über ihnpoltert: wie verstehe» Sie das? wie beweisen Sie das? Auchwerde ich mich mit der ersten der besten Antwort des erstendes besten Gegners schwerlich begnügen können. Denn wennsie auch wirklich die beste wäre: so ist das Bcsic doch nicht im-mer gut; und ich kenne für tausend Zweifel die besten Antwor-ten sehr wohl, ohne eine einzige gute darunter zu finden.

Daß man mir aber nur nicht eine so schwer zu befriedi-gende Nachforschung als einen Beweis dessen vorwerfe, wasich so eifrig abzulehnen suche! Ich erzeige mich auch dadurchso wenig als den Advocaten des Ungenannten, daß ich mich