Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
250
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Ter nöthigen Antwort auf cinc sehr nnnöthige Fnige

Sätze mögen den Gang meines Erweises, den ich zu seinerZeit fübren will, in Voraus zeigen.

§-

Der Sieg der heiligen Schrift über die Ketzercy, oder dieKraft der heiligen Schrift in Bestimmung der Rcchtgläubigkcit,hat sich auf dem Nicäischcn Concilio nur schlecht erwiesen.Durch die Schrift ist auf demselben schlechterdings nichts aus-gemacht worden.

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Arms und seine Philosophen blieben auf ihren Köpfen; und nurzwey der letztem wurden für die Orthodoric gewonnen. Aber wie?

H.

Der cinc Philosoph ward durch dic bloße lioFiiIai» lulei,durch das bloße Glaubensbekenntnis;, auf eine wunderbare Weisecrlcuchtct.

H.

Die Mitwirkung des heiligen Geistes bey dem bloßen Glau-bcnsbckcnntnißc, war also noch damals nichts bcfrcmdcndes.

§-

Hingegen zeigte sich von der Mitwirkung des heiligen Gei-stes bey vermeinten deutlichen Stellen der Schrift, nicht diegeringste Spur.

H.

Denn der zweyte Philosoph ward nicht durch dergleichenStellen überführt, sondern durch ein Paar mcnschlichc, nichteinmal schr passende Gleichnisse überredet.

§-

Ja, den rechtgläubigen Vätern kam es im geringsten nichtein, ihren Lehrsatz aus der Schrift auch nur erweisen zu wollen,Sie hatten blos die Herablassung, auf dic Schriftsicllc», wclchcdic Ariancr dagegen anführten, übcl und böse zu antworten.

§-

Sie gaben ihren Lehrsatz für keine Wahrheit aus, dic inder Schrift klar und deutlich enthalte» sey; sondern für cincWahrheit, dic sich von Christo unnültcibar hcrschrcibc, und ih-nen von Vater auf Sohn treulich überliefert worden.