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Zweytes Gcsprüch^ 2<>ZFalk.
Ob es wohl au einmal mit den Menschen dahin kom-men wird?
Ernst.
Wohl schwerlich!
Falk.
Schade!
Ernst.
Za wohl!
Falk.
Steh auf, und laß uns gehen. Denn sie werden dich bc-kriechen die Ameisen; und eben fallt auch mir etwas bey, wasich bey dieser Gelegenheit dich doch fragen muß. — Ich kennedeine Gesinnungen darüber noch gar nicht.
Ernst.
Worüber?
Falk.
Ueber die bürgerliche Gesellschaft des Menschen überhaupt. —Wofür halst du sie?
Ernst.
Für etwas sehr Gutes.
Falk.
Ohnstrcitig. — Aber halst du sie für Zweck, oder für Mittel?Ernst.
Ich versiebe dich nicht.
Falk.
Glaubst du, daß die Mensche» für die Staaten erschaffenwerden? Oder daß die Staaten für die Menschen sind?
Ernst.
Zcncs scheinen einige behaupten zu wollen. Dieses abermag wohl das Wahrcrc scyn.
Falk.
So denke ich auch. — Die Staaten vereinigen die Men-schen, damit durch diese und in dicscr Ncreinigung jcdcr einzelneMensch seinen Theil von Glückseligkeit desto besser und sichrergemessen könne. — DaS Totale der einzeln Glückseligkeiten allerGlieder, ist die Glückseligkeit des Staats. Ausser dicscr giebt