Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
Seite
264
Einzelbild herunterladen
 

264 Vrnst und Falk.

es gar keine. Jede andere Glückseligkeit des Staats, bey wel-cher auch noch so wenig einzelne Glieder leiden, und leidenmüssen, ist Bemäntelung der Tyrannen. Anders nichts!

Ernst.

Zch möchte das nicht so laut sagen.

Falk.

Warum nicht?

Ernst.

Eine Wahrheit, die jeder nach seiner eigne» Lage beur-theilet, kann leicht gemißbraucht werden.

Falk.

Weißt du, Freund, daß du schon ein halber Frcymäurer bist?Ern st.

Zch?

Falk.

Du. Denn du erkennst ja schon Wahrheiten, die manbesser verschweigt.

Ernst.

Aber doch sagen könnte-

Falk.

Der Weise kann nicht sagen, was er besser verschweigt.Ernst.

Nun, wie du willst! Laß uns auf die Frcymäurer nichtwieder zurück kommen. Zch mag ja von ihnen weiter nichts wissen.

Falk.

Verzeih! Du siehst wenigstens meine Bereitwilligkeit, dirmehr von ihnen zu sagen.

Ern st.

Du spottest.--Gut! das bürgerliche Leben des Men-schen, alle Staatsverfassungcn sind nichts als Mittel zur mensch-lichen Glückseligkeit. Was weiter?

Falk.

Nichts als Mittel! Und Mittel menschlicher Erfindung; obich gleich nicht leugnen will, daß die Natur alles so eingerichtet,daß der Mensch sehr bald auf diese Erfindung gerathen müssen.

Ern st.

Dieses hat denn auch wohl gemacht, das; einige die bür-