Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
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304
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Crnst und Falk.

Falk.

Vorher aber, ehe die Masoncyen zum Theil so ausarteten,lind in der guten Meinung des Publicums so heral'kamcn, stan-den sie in desto grösserem Anschn. Es war kein Hof in Deutsch-land , weder klein noch groß, der nicht seine Masoncy hatte.Die alten Lieder- und Geschichtsbücher sind davon Zeugen.Eigene Gebäude, die mit den Schlössern und Pallästcn der re-gierenden Herrn verbunden oder benachbart waren, hatten vonihnen ihre Benennung, von der man neuerer Zeit so manchenngcgrüudetc Auslegung hat Und was brauche ich Dir zuihrem Ruhme mehr zu sagen, als daß die Gesellschaft derrnnven Tafel die erste und älteste Masoney war, von der sieinsgesammt abstammen?

Ernst.

Der runden Tafel? das steigt in ein sehr fabelhaftes Alter-thum hinauf

Falk.

Die Geschichte des Königs Arthur sey so fabelhaft als siewill, die runSe Tafel ist so fabelhaft nicht.

Ernst.

Arthur soll doch der Stifter derselben gewesen seyn.Falk.

Mit Nichten! Auch nicht einmal der Fabel nach Arthur,oder sein Vater, hatten sie von den Angelsachsen angenommen,wie schon der Name Masoncy vermuthen läßt. Und was ver-steht sich mehr von selbst, als daß die Angelsachsen keine Sittenach England herüber brachten, die sie in ihrem Aatcrlaiidcnicht zurückließen? Auch sieht man es an mehreren deutschenVölkern damaliger Zeit, daß der Hang, in und neben der gro-ßen bürgerlichen Gesellschaft, kleinere vertraute Gesellschaften zumachen, ihnen eigen war.

Ernst.

Hiermit meinest Du?

Falk.

Alles was ich dir jetzt nur flüchtig und vielleicht nicht mitder gchörigcn Präcision sage, mache ich mich anhcischig, dasnächstcmal, daß ich mich mit Dir in dcr Stadt unter meinen