Druckschrift 
10 (1839)
Entstehung
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342
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Zur Geschichte und Litteratur. Fünfter Beytrag.

Ru hct er einen jungling

Einen schulcr kundig auf alle ding

Bey einem das was seines vettern kiut;und dieses verstehe ich so, daß bey einem, worauf ein Kommazu denken, hier so viel hcisscn soll, als ausser einem, j» wel-chem Verstände die Partikel bey von Schriftstellern damaligerZeit häusig gebraucht wird. Das ist: der junge Mensch, wel-cher des Bischofs Anverwandter war, war in der That auchnicht ungeschickt: er wußte vielmehr alles und jedes gerade,wie manche unsrer heutigen theologischen Kandidaten nurfreylich Eines nickt, worauf cS doch auch ein wenig mit an-kam; er wußte alles, nur das eine nicht, was zu einem Scc-lcnsorgcr gehöre. Ich will nicht hoffen, daß ich den altenDichter hiermit zu witzig mache. Aber ganz gewiß ist die, inder so weit guten zweyten Handschrift, gleich darauf folgende Zeile,

Der war den vischoff lip über alle dinck,dafür von ihm nicht: sondern die liest nun wiederum die ersteHandschrift oder die gedruckte Bambcrgcr Ausgabe besser. Daßhicrnächst die Atc und Zftte Zeile der zweyten Handschrift leereFlickzcilen sind; daß das Wort versorgen in der l>tcn ebenderselben, für sich aller Sorge einschlagen, als welches auchdie erste Handschrift erkennet, das wahre echte Wort sey; daßdie zwey letzten Zeilen des Bambcrgcr Druckes, so wie die vierletzten Zeilen unsrer zweyten Handschrift, leere und schaalc An-hänge der Abschreiber sind: braucht keines langen Beweises.Doch warum halte ich mich bey diesen einzeln Kleinigkeiten auf,und versuche es nicht lieber sogleich, wie aus allen drey Texten,ein vierter gezogen werden könne, der sich ohne allen Anstoßnoch itzt lesen lasse, ohne gleichwohl modcrnisircr zu seyn, odernur ein einziges Wort zu enthalten, welches nicht den einenoder den andern Text für sich habe. Er würde etwa so aus-sehen, dieser Versuch!

Von einem Bischof liest man das:

Daß er in hohen vhren saß;

Gelehrter Pfaffen hctt er viel.

Sein Wirdigkcit was ohn Zil,

Nun hctt er einen Züngling,