348 Zur Geschichte und Litteratur. Ziinfter Beytrag.
schm, mit ihrer vorhergehenden besondern Anwendung ans Athen ,für zwey Fabeln gerechnet hätte; wie sie denn auch wirklich inallen unsern Handschriften ein doppeltes Gemählde hat, wodurchsie in zwey besondere Stücke abgesondert wird, deren jedes seineeigene Ucbcrschrift hat. Zn der ersten nehmlich ist der EingangVon Eigenschaft, und die Fabel von Freyheit, überschrieben.Zn der zweyten aber heißt die Ucbcrschrift des Einganges, Sieim selber -Herrschaft kaufen, und die Uebcrschrift der Fabel,rver frey ist das sich der nicht zn eygen gib. — Von denGemählden, welche sowohl in dieser als in jener Handschriftvor jeder Fabel stehen, ist nicht viel zu sagen. Die bessern hatdie zweyte Handschrift; aber auch diese bessern sind herzlichschlecht, ausser daß sie dann und wann einen Blick verdienen,wo der Meister damalige Trachten und Sitten abbilden müssen.Zn dieser Absicht, weiß man, haben Gelehrte auch wohl nochelendere Figuren zu brauchen gewußt. — Noch muß ich desTitels gedenken, den diese zweyte Handschrift hat. Zu Anfangder ersten stehet blos, -Hier hebt sich an ein maister Efopasgenaür. Nor dieser aber: Hie vaher an Sas poch das istgenant der rvelr lauff und es hat ein Meister gemacht ge-nandr Esopus, und hayssel der guldein stein und strafetreich und arm geistlich und wcrlllich kunig und kayser undalle rvelr und ist gemalct mit den Figuren und auch a»0re«neuster gencht mehr hernach sten gar kurzweilig und gutzchoren sind als den ein Register hernach volgenr aus weystmir der sal der plcccr an rvelchcm plat man finden magein yclichs stuck. Wie man einer Sammlung von Fabeln denTitel der güldne Stein geben können, wird der Leser wohlnicht von mir zu wissen verlangen. Eher dürfte er begierigseyn zu wissen, was das für Gedichte andrer Meister sind,welche auf die Fabeln folgen. Aber hierzu muß ich mir einenandern Platz erbitten, weil sie zum Theil wirklich nicht schlechtund von einer ganz besondern Gattung sind. —
Zch komme auf unsere dritte Handschrift, bey der ich michweniger aufzuhalten brauche, weil sie nur 72 Fabeln enthält,die alle in der Ausgabe der Schweitzcr vorkommen. Die ersteFabel ist die zwölfte dieser Ausgabe; und so folgen denn die