ttcbcr die Fabeln aus d. Zeiten d. Miiincs. 2tc Entdeckung. 3Z9
Damit ward der red gcswigen.Nu saS ein geistlich man do bei,
Der sprach diss: dir gcklaget seiGot herrc, das ma» den nicht solZu scchjig birn getrawen wol,Dem tausend sele cmpholen sind!
Ein reich vharre het das kinl,Dem man zu den birn nicht
Getraut, als leider me gcschicht,DaS seien baS feiler sind den birn.TeS unbild get mir in mein Hirn.Zi, 28 Zeilen erzählt Trinibcrg, wozu sich Boner an die 70nimmt. Und fehlt es dieser Kürze darum an Klarheit? Rolltnicht alles hier weit besser und überraschender, als dort? Wel-cher Nacherzählet ist nicht weitschweifig und wässrig? Undwelches Kennzeichen der Ursprünglichkcit ist sichrer, als die An-wendung gerade nur so vieler Worte, als eben zum vollstän-digen Ausdrucke unentbehrlich sind?
Und nun bediene ich mich abermals einer einzeln Fabelbeym 2doncr, um sein Alter noch genauer zu bestimmen, undzu erhärten, daß er wohl nicht früher, als gegen das Endedes 14>c» Jahrhunderts möge geschrieben haben. Zch meinedie bekannte Fabel vom Müller, seinem Sohne und ihremiLscl, über die vor zwanzig Zahrcn zwischen Franzosen undDeutschen ein kleiner Streit vorfiel, welche von beyden Natio-nen sich die Erfindung derselben zueignen könnte (°). Daß eseine deutsche Erfindung sey, blieb ausgemacht, es sey nun,daß sie Camcranus, wie Gottsched wollte, aus unsers Bo-ilers alten deutschen Fabel entlehnt habe, oder aus den il^sco-tiis pnFzii, wie ein Franzose für wahrscheinlicher hielt. DennPoggius selbst bekennet in der Einleitung derselben, daß sie sichaus Deutschland hcrschrcibc, und eben diese Einleitung ist es,die mir zu meiner Absicht hier dienen soll, vicolwtur, schreibt
C) Die Aufsätze, in welche» dieser Streit gcsührct wurde/ sehe man imi«u>»-» Lirnnger und in Gottscheds Neuesten vom Jahre I7SK. Diemancherley Zusätze und Berichtigungen, deren sie sähig sind, werde ich an ei-nem ander» Orte anzeige».