Schrifftcn. Dritter Theil.
auf die erste ein, so daß er durch dieses Bekenntniß weiternichts sagen will, als daß er pgrsliilom venorem kaeilomriuvliebe. Er fährt fort:
Ukvc: ulii suji^otuit cloxtro corpus milii Icvvum, <
Ilia ^ I^gor!» oK; clo nonlon sjunc11il»<?t illi.Ich dringe auf das und bemerke noch dabey, daß Horaz die Natur so geliebt habe, daß er auch an dieser Il-ee nichteinmal die Schmünkc und die hohen Absätze leiden wollen.
ut neijuv Innza
j^oo mag!« allia volit, czuam clet natui-a, vlcloi!.Nimmermehr wird man mich überreden können, daß einer wel-cher der Natur in solchen Kleinigkeiten nachgehet, sie in demallcrwichtigslcn sollte verkannt haben. Der, welcher von einemLaster, das die Mode gcbilligct hat, so wie von einer Moderedet, die man mitmachen kann oder nicht, muß deswegen nichtdieses Laster selbst ausgeübet haben. Er kann es im Herzenverdammen, ohne deswegen wider den Strohm schwimmen zuwollen.
Damit ich mich aber nicht bloß bey allgemeinen Entschuldi-gungen auszuhalten scheine, so will ich mich zu einer von denOden selbst wenden, die seine Knabcnlicbc, wie man sagt, be-weisen. Ich wchlc die erste des vierten Buchs. Sie ist an dieVenus gerichtet und von dem Dichter in einem Alter von fastfünfzig Jahren gesungen worden. Er bittet darinne die Göt-tin, ihn nicht aufs neue zu bekriegen, sondern sich vielmehrmit allen ihren Rcitzungcu zu dem Marimns zu verfügen, wel-cher nicht unterlassen werde, ihr einen marmornen Altar zu er-richten, und den lieblichsten Weihrauch bey festlichen Tänzen zuihr aufsteige» zu lassen. Für ihn selbst schicke es sich nun nichtmehr, bey dem freundlichen Kampfe der Becher, die Haare mitBlumen zu durchflechtcn, und allzulcichtgläubig auf Gegenliebezu hoffen — Hier bricht der Dichter ab, und fügt durch eineihm eigne Wendung hinzu:
8e<I cur Iicu, I^iZurino, cm
IVI-mat rar!» mo.iÄ lacivma j»er genas;
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