Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
75
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Rettung des l«Li"ri krueiosi.

7'.

anders, als so hcisscn möge. Es steckt auch noch vieles in derBibel, das noch niemand bemerkt oder an den Tag gebrachthat; und das entweder auf deine oder auf eines andern Handwartet. Viele Stellen sollten ganz anders ausgelegt werden.Bey vielen folgt ein Schöps dem andern, und ein Auslegerdem andern ?c.

5- 21.

Hieraus kannst du leicht schlicsscn, was ich von dem aka-demischen Disputircn halte. Damit diese Leutchen doch etwasthun mögen, so zanken sie sich über Worte, die weder bey ih-nen noch bey andern einen Sinn haben. Zch möchte doch wis-sen, welcher von den Aposteln ihre Sophistereien clo eaula eM-ciento, formal',, intormanto, aMttc-nts Ke. Verstehen würde?Von ihren kl-eccoitatibus yuickclitstilius und dergleichen Din-gern, die sie dem Thomas und Holcoth abborgcn, will ich nichtssagen. Wie sehr hat man es vergessen, was der Heil. Ambro-sl'lls sagt: pileatoribus erväitur non Oisleetivis. Ae.

5- 22.

Wenn du aber ja mit mir nicht durchgängig einig bist,und ohne Bücher nicht gelehrt zu werden glaubst, so will ichdir wenigstens sagen, was für welche du loben und billigen mußt.

§. 23.

Erst siehe, ob der Verfasser eine gute Schreibart hat. Siemuß Ciceronianisch seyn. Dieses Lob haben besonders die Bü-cher der Arminiancr, desgleichen Calvinus und verschiedene imvorigen Jahrhunderte verstorbene Schweizerische Theologen zc.

5- 24.

Die andre Tugend eines Schriftstellers ist die Bescheiden-heit. Er muß mit seinen Gegnern fein säuberlich verfahren.Er muß den Ausspruch des Heilandes beständig in Gedankengehabt haben: richtet nicht!

5. 26.

Die dritte Tugend ist die Bcrsöhnlichkcit, welche die Grie-chen xnt-t-cxt-xv nennen. Sie müssen immer bereit seyn, sichmit ihren Feinden zu vereinigen und beständig im Munde füh-ren: so viel an euch ist, haltet mit allen Menschen Friede!