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4 (1838)
Entstehung
Seite
80
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Schriffteii. Dritter Theil.

H. 48.

XVII.Was dir in der Nähe ist, verachte. Bücher lindMenschen aus deiner Gegend müssen dir cckeln. Nur das aus-ländische muß dich ergötzen ic.

5- 49.

XVIII.Wenn du- auf diese Art in deiner Religion zuge-nommen hast, so sinne endlich einmal darauf, wie die ganzeHierarchie der Kirche abgcschaft werden könne. Die Geistlichenkosten der Republik jährlich sehr grosse Summen; ein Erzbischofverzehrt in einem Monate mehr, als ein andrer Vornehmer ineinem Jahre. Won was für einer Last würde der Staat nichtbcfrcyt seyn, wenn er diese Kosten ersparen könnte?

H. 50.

XIX.Endlich wann du dich in deinen Glaubensartikelnfest gesetzt hast, so fange auch an, dich um den Znstand deinerpolitischen Obrigkeit zu bekümmern. Lebst du in einer Monar-chie, so untersuche, was dein Monarch für Recht habe, überfreye Leute zu herrschen; Ob es erlaubt sey, daß einer über allegebiethe? Kanst du auch andre mit dazu aufmuntern, daß siegleiche Untersuchungen mit dir anstellen, so ist es desto besser, zc.

5- 61.

XX.Um aber von deiner Obrigkeit ein richtiges Urtheilfällen zu können, wirst du sehr wohl thun, wann du von allenihren Mängeln und Fehlern Nachricht einzuziehen suchst, welchedu am besten durch ihre Mägde, oder andre Bothschaftträgcrin-nen bekommen kannst zc.

5. 62.

Mit diesen und dergleichen Untersuchungen bringe deineZugend hin; und sey nicht so unsinnig sie bis auf das Alterzu versparen zc.

5- 63-

Hier will ich aufhören, und ein mchrcres deiner eignenKlugheit überlassen. Vielleicht erkläre ich mich zu einer andernZeit wcitläuftigcr, besonders wann ich erfahren sollte, daß die-ses nicht übel aufgenommen worden.

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Noch ist es einige Augenblicke zu zeitig, meine Leser zu fra-